Diverse Varianten denkbar

Die Josefsthaler Bahnüberführung ist auch für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Foto: Lorenz

Immer mehr Stimmen aus der Bevölkerung sprechen sich für eine schnelle Lösung bezüglich des Josefsthaler-Bahnüberganges aus. Vor allem Radfahrer und Fußgänger fordern eine provisorische Lösung über die abgesicherte Brücke. Denn offenbar nehmen einige Bürger nun den gefährlichen Weg über die Gleise. Laut Oberbürgermeister Stefan Bosse, solle schnellstmöglich die gefahrlose Überquerung im Bereich der Josefsthaler Straße wieder ermöglicht werden. Bis dahin appelliert er an die „Selbstverantwortung der Bürger“.

Die ursprünglich 1963 von der Deutschen Bundesbahn errichtete Bahnbrücke zwischen Neugablonz und Leinau ging im Jahr 1994 aufgrund des Eisenbahnneuordnungsgesetzes in den Unterhalt der Stadt Kaufbeuren über. Wie brichtet, wurden im Zuge der 2010 begonnenen Sanierung der Brücke Schäden festgestellt, aufgrund derer jederzeit mit einem Einsturz der Brücke gerechnet werden musste. Deshalb wurde die Brücke gegen die Einsturzgefahr abgesichert. Während dieser Arbeiten war die Bahnlinie Kaufbeuren-Buchloe gesperrt. Ein sofortiger Abbruch der Brücke war aus technischen Gründen nicht möglich. Ein Überqueren der jetzt gesicherten Brücke ist nicht möglich, „dies gilt leider auch für Fußgänger und Radfahrer“, so Bosse. Als frühest möglicher Zeitpunkt für einen Abbruch kommt wegen des bahninternen Vorlaufs August/September 2011 in Frage. Die Stadt Kaufbeuren bereitet derzeit den Abbruch der Brücke vor. Gleichzeitig werden Gespräche mit der Gemeinde Pforzen, dem Landkreis Ostallgäu und dem Straßenbauamt Kempten geführt, um zu klären, ob die Brücke an dieser Stelle wieder errichtet werden soll. „Denkbar wäre auch, die Brücke zu verschieben oder anders auszurichten“, erklärt Ulrich Hofmair vom Tiefbauamt der Stadt. Ziel der Stadt bleibt es, schnellstmöglich die gefahrlose Überquerung im Bereich der Josefsthaler Straße wieder zu ermöglichen. Sofern eine Veränderung des Brückenstandortes in Betracht kommt, strebt die Stadt an, an alter Stelle zumindest ein provisorisches Brückenbauwerk zu errichten, das dann aber dauerhaft für Radfahrer und Fußgänger genutzt werden könnte“, so Hofmair. Die Planungen für ein Provisorium könnten jedenfalls noch 2011 begonnen werden. Die Stadt hat zwar im aktuellen Haushaltsplan hierfür keine Mittel ausgewiesen, wäre jedoch für ein Provisorium handlungsfähig. Dagegen müssten für den Bau einer dauerhaften Brückenlösung mit den zuständigen Förderbehörden Vereinbarungen im Hinblick auf die Genehmigung eines vorzeitigen Baubeginns geführt werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach könnte ein solcher erst im Jahr 2012 erfolgen, so Hofmair.

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