Initiative für Luftfahrtausbildung

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Neben dem Einsatz bei Katastrophen finden Drohnen auch immer häufiger Anwendung bei Überprüfungen in landwirtschaftlichen und industriellen Bereichen.

Kaufbeuren – In einem gemeinsam verfassten Schreiben an die Deutsche Flugsicherung (DFS) haben sich MdB Dr. Karl-Heinz Brunner (SPD) und MdL Bernhard Pohl (FW) für einen „Cluster der Luftfahrtausbildung“ in Kaufbeuren stark gemacht. In ihrem Papier werden nicht nur die allgemein bekannten positiven Standortfaktoren Kaufbeurens dargestellt, sondern insbesondere durch die kürzlich am Standort neu gegründete „Kaufbeuren ATM Training GmbH i. G.“ als Tochtergesellschaft der DFS mit deren Kernkompetenz für eine zentralisierte Drohnenausbildung ein mögliches weiteres Geschäftsfeld aufgezeigt.

Anlass für die Initiative der beiden Abgeordneten waren mehrere Faktoren. Unter anderem die derzeit beim Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur in Beratung befindliche Neuregulierung des Luftfahrgesetzes zum Thema „Drohnen-Führerschein“. Auch das von Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Franz Pschierer (CSU) in Mindelheim-Mattsies eröffnete erste zivile Drohnenerprobungsgelände Deutschlands könnte Bestandteil eines Clusters sein. Insbesondere war die Übernahme der Ausbildung der militärischen Flugverkehrskontrolle durch die DFS in Kaufbeuren ein maßgeblicher Auslöser für das Schreiben an die DFS, deren Kernkompetenz als zertifiziertes Unternehmen auf diesem Feld einen Lösungsweg für die zukünftige angestrebte Ausbildung ziviler, gewerblicher UAS-Betreiber (Unmanned Aerial Systems) in Deutschland darstellen könnte. 

Wie aus einer jüngst veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, bewertet die DFS die Entwicklung der Drohnentechnologie hinsichtlich Sicherheit und Marktpotenzial als Herausforderung und Chance. Prof. Klaus Dieter Scheurle als Geschäftsführer sieht demnach die DFS, die seit vielen Jahren an zahlreichen Forschungsprojekten teilnimmt, als Treiber einer sicheren und fairen Integration dieser Technik in den Luftverkehr. „Kern ist jedoch auch hier die Sicherheit“, betonte Prof. Scheurle in der Mitteilung, „an unserer zentralen Aufgabe hat sich nichts verändert: Sicherheit bei der Flugzeugführung in der Luft und am Boden zu gewährleisten.“ 

Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte der Bayerische Landtag sich einstimmig für eine standardisierte Ausbildung der Steuerer von unbemannten Luftfahrtsystemen im Katastrophenschutz ausgesprochen und Kaufbeuren als möglichen Ausbildungsort empfohlen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hatte Pläne für einen möglichen „Drohnen-Führerschein“ für gewerbliche Betreiber angekündigt (wir berichteten).

von Wolfgang Becker

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