"Ehrenamt macht stark"

Vergangenen Freitag überreichte Landrat Johann Fleschhut 20 Schülern der Staatlichen Realschule Buchloe den Ostallgäuer Freiwilligenpass.

Der neuartige Pass soll das Ehrenamt mehr fördern und die Arbeit der Schüler dokumentieren. Mit ein wenig Verspätung betrat Landrat Johann Fleschhut zur Blasmusik der Schulband die Aula der Realschule. Er freute sich, zu diesem besonderen Zweck wieder an „seine“ Schule zurückzukommen. „Das Ehrenamt ist eine wichtige Sache. Wer ein Ehrenamt ausübt, lernt sehr viel Gutes und nimmt auch hilfreiches für seine spätere berufliche Ausbildung mit.“ Die Schüler können sich in Vereinen, als Ministranten oder auch als Schulweghelfer ehrenamtlich engagieren. Der Ostallgäuer Freiwilligenpass zeichnet dies aus und soll auch für einen späteren Ausbilder oder Arbeitgeber als Nachweis für die freiwillige Arbeit dienen. Landrat Fleschhut bat einen Schüler nach dem anderen auf die Bühne, um den Freiwilligenpass zu überreichen. Stolz hielten die Schüler ihren Pass in der Hand. „Wenn es das Ehrenamt nicht gäbe, würde einiges nicht funktionieren. Es geht einfach darum, mehr zu tun, als uns selbst betrifft. Ehrenamt macht stark und 'DU' als Teil der Gesellschaft kannst etwas erreichen“, so der Aufruf Fleschhuts auch an die anderen Schüler. Matthias Schlayer (14) aus der 9. Klasse freut sich in der Freiwilligen Feuerwehr Ketterschwang helfen zu können. Auch Carina Altmayr, 14 Jahre, arbeitet ehrenamtlich: „Ich leite eine Tanzgruppe. Seit über zwei Jahren tanze ich schon in der Garde und wurde dann gefragt, die Gruppe zu leiten.“ Jeder kann den Ostallgäuer Freiwilligenpass bekommen. Voraussetzungen dafür: Die Schüler müssen mindestens 14 Jahre alt sein und sich bereits ein Jahr in einer gemeinnützigen oder anerkannten Organisation freiwillig engagieren. Die Pässe werden dann durch die Organisation oder den Verein ausgestellt und sollen die Arbeit anerkennen und dokumentieren. Die Qualifikationen, die in der Freiwilligenarbeit erlangt werden, wie soziale Kompetenz, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit, können auch für das spätere Berufsleben hilfreich sein. „Ein Mensch, der zeigt, dass er sich für die Gesellschaft einsetzt, wird auch bei der Stellensuche bessere Chancen haben.“ Milch zu fairem Preis Ein weiteres wichtiges Thema sprach Fleschhut an diesem Vormittag an: Die Milchbauern und die gegenwärtige Problematik der Milchpreise. „Wenn es der Landwirtschaft gut geht, geht es auch uns gut. Und so ist es umgekehrt. Wir können der Landwirtschaft helfen, indem wir mehr Milchprodukte konsumieren, und dass zu einem fairen Preis.“ Die Firma Karwendel stellte im Rahmen der Herbstmilchwochen Joghurts für die Schüler zur Verfügung. Die Damen des Bayerischen Bauernverbandes waren deshalb mit Informa- tionsständen anwesend und verteilten den Pausensnack. Fleschhut: „Wir machen gerade aktiv Werbung, um uns für eine Erhöhung der Milchpreise stark zu machen.“ Und damit auch der Aufruf an die Schüler: „Klatscht so laut, dass es Frau Merkel bis nach Berlin hört.“ Unter den Schülern wurden zuletzt noch drei original Bayern-Trikots verlost.

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