"Ein wichtiger Meilenstein"

„Es ist etwas Neues gelungen“, sagte Bauherr Peter Dobler beim Richtfest für die ersten beiden Häuser des späteren Heinzelmannparks. Foto: Becker

„Mit diesem Richtfest haben wir einen wichtigen Meilenstein der Realisierung des von uns entwickelten Konzepts des Servicewohnens für Senioren geschafft“, so Peter Meis als erster Vorsitzender des Diakonievereins Kaufbeuren in seiner Ansprache anlässlich des Richtfestes für zwei Gebäude am vergangenen Freitag. Er betrachte dies auch als symbolische Grundsteinlegung für die als „Heinzelmannpark“ bezeichnete Seniorenwohnanlage sagte Meis in Anwesenheit lokaler und regionaler Mandatsträger sowie zahlreicher Gäste. Die ersten Bewohner werden ihre Wohnungen bereits Weihnachten dieses Jahres bezogen haben.

Der Vorsitzende erläuterte das Konzept der Anlage, dessen Ausgangspunkt einerseits die Erfahrungen in der stationären Altenpflege und andererseits die künftigen Herausforderungen der Gesellschaft an die steigende Zahl der älter werdenden Menschen waren. Das Konzept wurde 2006 erstmals vorgestellt und zusammen mit der Firma Dobler als Partner kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei soll allen Bewohnern ein selbstbestimmtes, autonomes Leben ermöglicht werden, das von einem Grundangebot von Serviceleistungen abgesichert ist. Individuelle Zusatzleistungen können dann im Einzelfall je nach Erfordernis in Anspruch genommen werden (siehe Infokasten). „Wir stemmen uns gegen den Trend, die mit viel Aufwand erreichte Erhöhung der Lebenserwartung primär als Problem zu beschreiben“, so der Diakonievorsitzende. Es gelte, den Menschen die Chancen gewonnener Lebenszeit zu erschließen und sie dabei in weitgehender Autonomie zu unterstützen. „Ich verstehe jetzt sehr viel von Seniorenwohnungen und sie verstehen viel vom Bauen“, so Peter Dobler an die Adresse des Diakonievereins in seiner Ansprache. Man habe viele Jahre gedacht und geplant sowie um den richtigen Weg gerungen. Aber die Zusammenarbeit sei angenehm gewesen und habe viel Spaß gemacht. Ihm sei es wichtig gewesen, an der Stelle des ehemaligen Krankenhauses etwas Passendes zu etablieren. „Uns ist etwas Neues gelungen“, so das Fazit des Bauherrn der im vergangenen März begonnenen Baumaßnahme. An die Stadt richtete Dobler die Bitte, als zukünftige Adresse den Namen „Heinzelmannpark“ zu erhalten. In seinem Grußwort machte Oberbürgermeister Stefan Bosse die Zusage für die gewünschte Adresse der Wohn- anlage und sprach von einer „tollen Konstellation“ in der Zusammenarbeit zwischen Diakonieverein und der Baufirma. Er bedankte sich auch bei Gerhard Heiligensetzer als Geschäftsführer des Heinzelmannstifts für die fachliche Beratung. „Was hier entsteht, ist etwas für unsere Generation“, so das Stadtoberhaupt abschließend. Weitere Entwicklung Der 2. Bauabschnitt mit den gleichen Gebäuden beginnt in wenigen Wochen. Dessen Fertigstellung ist für Sommer nächsten Jahres vorgesehen. Eine Vielzahl von Interessenten sorgt dafür, dass die Planung für ein fünftes Gebäude bereits vorangetrieben wird. Damit sind die Wohnflächenmöglichkeiten auf dem Grundstück ausgeschöpft. Ein Ärztehaus als Funktionsgebäude könnte nach derzeitigem Stand ebenfalls im Herbst 2013 bezugsfertig sein. Das zweite Funktionsgebäude soll eine Kurzzeitpflegeeinrichtung mit anspruchsvollem Angebot werden. Für dieses sogenannte „Seniorenhotel“ sind die Voraussetzungen hinsichtlich Bedarf, Finanzierung und Genehmigung noch nicht endgültig gegeben. Die Kosten für die Wohnanlage liegen auf Nachfrage im einstelligen Millionenbereich. wb

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