Für eine attraktivere Innenstadt

Vergangene Woche stellte Stefan Moll von dem Architekturbüro Dr. Heider Marktoberdorfs Stadtentwicklungsausschuss das überarbeitete Zentrenkonzept vor. Nach einer Funktions- und Standortanalyse steht das Konzept nun. Ziel des Konzepts ist, das Marktoberdorfer Zentrum für seine Bürger und Besucher attraktiver zu machen.

„Die Einzelhandels-Basis für und die Nahversorgung in der Innenstadt soll stärker gesichert werden“, sagt Moll. Die Geschäfte im Zentrum sollen sich besser gegen das Angebot von Großmärkten abgrenzen können. Moll bestätigte, dass „zentrenrelevante Sortimente, wie Nahrung- und Genussmittel viele Innenstadtbesucher anlocken würde und diese Sortimente könnten auch auf kleineren Flächen wirtschaftlich betrieben werden“. Die Studie zeigte aber, dass zwei Drittel „typisch innenstadtrelevante Sortimente“ eher im Randgebiet der Stadt angeboten werden. Dazu gehören insbesondere Lebensmittel, Drogerie- artikel, Bekleidungsartikel und Unterhaltungselektronik. Das Gremium ist sich einig, dass nicht noch mehr zentrumsrelevante Sortimente nach außen verlagert werden sollen. In den Segmenten Sport und Freizeit sowie Spielwaren ist eine vorteilhafte Entwicklung in Bezug auf die Verkaufsfläche zu beobachten. Wo Moll noch Handlungsbedarf sieht, ist bei der Versorgungssituation mit Lebensmittelmärkten – vor allem im Bereich der Füssener Straße. Nun ist abzuwägen, welchen Sortimenten in welchem Stadtteil der Vortritt gelassen werden soll. Und das noch bevor Verkaufsmöglichkeiten frei werden, um eine nachhaltige und geordnete Einzelhandelsentwicklung zu ermöglichen. Was weiterhin zu klären ist, ist die Parkmöglichkeit in der Stadt: „Es wird wenige Einzelhändler geben, die eine Verkaufsfläche ohne Parkmöglichkeiten in Erwägung ziehen würden. Oft sind die wenigen Parkplätze von Dauerparkern belegt. Generell sollte es im Zentrum mehr Läden geben, deren Waren man zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach Hause transportieren könnte.“ Die einhellige Meinung des Gremiums war, dass es in der Innenstadt zu wenige „Magnetbetriebe“ gibt, die Besucher nach Marktoberdorf locken könnten. „Es fehlen zum Beispiel auch Einkaufsmöglichkeiten für Männer und Jugendliche im Bekleidungsbereich. Wir müssen das Zentrum auf jeden Fall auch für externe Einzelhändler und Kaufinteressenten attraktiver machen.“ Trotz einiger Unstimmigkeiten empfiehlt der Stadtentwicklungsausschuss dem Marktoberdorfer Stadtrat das Konzept weiter zu verfolgen.

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