Eine Baustelle geht zu Ende

Nicht mehr lange: Auf der Baustelle am Neuen Markt sind die Strukturen bereits erkennbar. Foto: Becker

Die Bauarbeiten am Neuen Markt stehen vor dem Abschluss. Auf diese Botschaft hatten schon viele Bürger in der Neugablonzer Bürgerversammlung gewartet. Oberbürgermeister Stefan Bosse erläuterte die Hintergründe für die Verzögerungen und kündigte weitere Maßnahmen im Rahmen einer Gesamtsanierung an. Das Zentrum von Neugablonz liege den Menschen ganz besonders am Herzen. Bei der Suche nach Verbesserungen sei der „minimal gemeinsame Nenner“ mit großem Aufwand erreicht worden. Das Projekt „Reifträgerweg“ befinde sich auf einem guten Weg und bis Ende April könne nach derzeitigem Stand die öffentliche Auslegung erfolgen.

Scherzhaft bezeichnete der OB die Situation am Neuen Markt als „weitere Heldentat“. Die Geschichte ziehe sich schon über zehn Jahre hin und habe gerade im letzten Jahr für viel Unmut gesorgt. Nach Verzögerungen und Lieferproblemen könne man davon ausgehen, dass der Platz voraussichtlich Ende Mai fertiggestellt sei. Die Gestaltung gehe ja dann in L-Form an zwei Seiten des Platzes weiter. Das sei für dieses Jahr vorgesehen und solle vor der Winterpause fertig sein. Darüber hinaus werde das Umfeld des Neuen Marktes in den nächsten Jahren Schritt für Schritt weiter verbessert. Die gesamten Projektkosten beliefen sich auf 6 - 7,5 Millionen Euro. Das sei durchaus viel Geld, aber der Stadtrat habe festgestellt: „Das sollte uns Neugablonz wert sein!“ Geärgert habe ihn allerdings der Vorwurf in einem Leserbrief, er habe letztes Jahr Kritiker im Rahmen einer eigens angesetzten Informationsveranstaltung schlecht gemacht. Dies sei nicht richtig. Er habe sich alles angehört und lediglich gesagt, dass es immer leichter sei, gegen etwas zu sein als dafür. „Jetzt schauen wir mal, dass Neugablonz ein modernes, dem Stadtteil angepasstes Gesicht bekommt“, so der OB. RTW geht weiter Eine „unendliche Geschichte“ nannte Bosse das Projekt Reifträgerweg: „Wir sind jetzt auf der Zielgeraden“, so der OB, „und da dieses Projekt mit allen möglichen Mitteln bekämpft wird, muss es so sicher wie möglich sein, bevor wir in die Auseinandersetzung gehen.“ Alle Einwände und Bedenken würden eingearbeitet. Die komplizierten Neuberechnungen von Ausgleichsflächen seien in der Planung angepasst und geändert worden. Innerhalb der nächsten vier Wochen könne wohl die öffentliche Auslegung als nächster Verfahrensschritt erfolgen. Dann könnten dagegen Einwendungen erhoben werden. Erst danach würden der Gemeinderat Germaringen und der Stadtrat von Kaufbeuren einen endgültigen Satzungsbeschluss fassen. Das Projekt werde in Partnerschaft geplant weil beide Seiten einen Vorteil davon hätten. „Ich hätte mir gewünscht, dass es schneller geht“, so Stefan Bosse abschließend.

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