Eine Schule mit ganz viel Praxis

Am vergangenen Samstag konnten sich Schüler und Eltern über das Angebot der Privaten Wirtschaftsschule Frenzel in Kaufbeuren informieren. Vor allem für Schüler, die einen kaufmännischen oder sozialen Beruf erlernen oder in die Verwaltung eines Unternehmens möchten, bietet die Frenzelschule eine gute Alternative zu anderen Schularten.

Mit insgesamt 41 bis 47 Wochenstunden in wirtschafts- bzw. berufsbezogenen Fächern erhalten die Absolventen eine fundierte berufliche Grundbildung. Schüler der Hauptschule, der Realschule oder des Gymnasiums haben die Chance, die zwei- oder vierjährige Wirtschaftsschule zu besuchen. „Die meisten unserer Schüler kommen von der Hauptschule und möchten einen besseren Schulabschluss und weiterführende Wirtschafts-Kenntnisse erlangen“, erzählt die Schulleiterin, Corina Nuscheler. Voraussetzung für die vierstufige Variante ist ein Notendurchschnitt von 2,33. „Wenn dieser nicht gegeben ist, können sich die Bewerber im Probeunterricht beweisen. Dieser dauert drei Tage und testet die Fächer Deutsch und Mathematik.“ In die zweijährige Wirtschaftsschule können die Schüler mit bestandenem Qualifizierenden Hauptschulabschluss und der Note 3 in Englisch. Der Andrang auf die Frenzelschule ist groß. Neben der hervorragenden Ausbildung steht hier der enge Kontakt zu Schülern und Eltern im Mittelpunkt. „Bei uns kennen die Lehrer ihre Schüler genau. Dadurch fühlen sie sich sehr gut aufgehoben“, so Nuscheler. Derzeit werden 174 junge Menschen an der Wirtschaftsschule in Kaufbeuren unterrichtet. Die Klassenzahl ist nie höher als 25. Das wissen vor allem die Schüler zu schätzen: „Die Wirtschaftsschule bietet große Chancen. Ich will später Bürokauffrau werden und erhalte hier die richtige Ausbildung dafür“, sagt Günay Kulac aus der 10. Klasse. Auch Sandra Wetzel aus der 8. Klasse fühlt sich an dieser Schule wohl: „Ich habe große Fortschritte gemacht und die Lehrer sind hier sehr nett.“ Eine weitere Besonderheit, die die Schule bietet, ist der aktive Unterricht in so genannten Übungsfirmen. Hier werden die Abläufe vom Einkauf, über das Rechnungswesen und den Verkauf praktisch am Beispiel einer Schmuck- und Einrichtungsfirma vermittelt. Die Waren werden dann fiktiv an andere Wirtschaftsschulen verkauft. Auf Messen treffen die Teilnehmer internationaler Übungsfirmen zusammen und tauschen sich aus und zwar in englischer Sprache. „Die Arbeit in den Firmen ist nicht theoretisch, sie soll den Schülern Spaß machen und die Sachbearbeitung, sowie sie in echten Firmen wäre, aufzeigen“, erklärt Nuscheler. Tobias Ganz aus der 10. Klasse macht das Onlinebanking: „Mir liegen die Wirtschaftsfächer. Deshalb bin ich auf diese Schule gegangen. Später will ich Industriekaufmann werden.“ Und Corina Nuscheler macht Mut: „Fast alle unserer Absolventen finden einen Ausbildungsplatz.“

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