Einsatz in Kenia

Nicht zum ersten Mal begibt sich die Kaufbeurer Hebamme Freia Dondorf nach Ostafrika, um an Schulen Kurse in medizinischem Grundwissen zu geben. Dabei will sie vor allem die individuellen Gegebenheiten auf dem Land berücksichtigen.

Zum vierten Mal reist die Lehrhebamme Freia Dondorf aus Kaufbeuren für die Kauferinger Hilfsorganisation LandsAid e.V. nach Afrika. Sie wird vom 24. September bis 25. November 2011 in Kenia sein und über mehrere Wochen den Schülerinnen und Nonnen der Helmer Memorial Girls Boarding Primary School in North Horr (Eastern Province) Kurse geben.

Ein Schwerpunkt dieser Kurse wird die Erste-Hilfe sein. Das Gebiet ist medizinisch unterversorgt. Daher sei es wichtig, dass jeder Einzelne, der hier lebt, über grundlegende medizinische Kenntnisse verfügt, so Andrea Schmelzle von LandsAid. Durch die Schulungen könnten die Kinder und Lehrerinnen in ihrem eigenen Umfeld agieren und ihr Wissen an andere weitergeben. „Das Schulungsprogramm wird dabei auf die dortige Situation und das Alter der Kinder zugeschnitten sein,“ beschreibt Freia Dondorf ihre Tätigkeit. „Ich werde zum Beispiel zeigen, wie man mit vorhandenen Materialien einen Verband anlegt. Statt Schienen können Stöcke verwendet werden, zerrissene T-Shirts oder Ähnliches können in Notsituationen als Verbände dienen.“ Ein weiteres zentrales Thema der Schulungen wird die Sexualkunde sein. „Die Mädchen sind in der vierten Klasse und zwischen zehn und 14 Jahre alt. Aufklärung ist sehr wichtig – die Mädchen müssen wissen, was in ihrem Körper passiert,“ erklärt die Hebamme. Auch das Thema Aids-Aufklärung und den Umgang mit Kondomen wird sie in diesem Zusammenhang anschneiden. Extreme Dürre Je nachdem, wie viel Geld vorab gesammelt wird, will die Kaufbeurerin zusätzlich die schuleigene Kasse mit Spenden unterstützen, um ärmeren Schülerinnen nötige Arztbesuche im acht Stunden entfernten Krankenhaus zu ermöglichen. Anschließend wird Freia Dondorf zwei Wochen lang in Illeret (Nord-Kenia) die Krankenschwestern eines abgelegenen Health Centers an der Grenze zu Äthiopien tatkräftig unterstützen. Regelmäßig fahren die se Helferinnen selbst in die entlegensten Winkel und sehen nach den Menschen, was laut LandsAid aktuell bei der extremen Dürre besonders wichtig ist. Nähere Infos sowie ein Spendenkonto finden Interessiere auf der Homepage der Nichtregierungsorganisation unter www.landsaid.org.

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