"Fast schon wieder zu klein" 

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Der Neubau des Kindergartens Heilige Familie in Kaufbeuren Nord.

Kaufbeuren – Mehr als 300 Besucher drängten sich vergangen Woche in den neuen Räumlichkeiten zur Einweihung des Neubaus des Katholischen Kindergartens Hl. Familie in Kaufbeuren. Die Leiterin der Einrichtung, Florence Landry, gestand: „Es waren zwei harte Jahre“.

Schmunzelnd meinte ein gut gelaunter Oberbürgermeister Stefan Bosse mit Blick auf die zahlreichen Besucher zur Kindergartenleiterin: „Fast schon wieder zu klein gebaut“. 

2010 habe man mit den Planungen begonnen und ging zunächst von einer Größenordnung von 900.000 Euro für die Sanierung des bestehenden Kindergartens aus, erklärte Bosse. Doch dann habe man erkannt, dass es besser sei, neu zu bauen. Die Stadt sei immer an der Seite des Kindergartens geblieben. Insgesamt leiste die Stadt Kaufbeuren und der Freistaat Bayern einen Zuschuss von 75 Prozent zu den Baukosten von 1,25 Millionen Euro. Die Stadt habe zudem auch noch bei den Außenanlagen unterstützt.

 „Vor einigen Jahren hatte man noch geunkt, dass wir zu viele Kitaplätze hätten. Inzwischen sind wir voll, nicht nur hier, sondern im gesamten Stadtgebiet. Viel Luft haben wir nicht mehr“, Blickt Bosse zurück. Er wünschte allen Beteiligten viel Sonnenschein und überreichte einen Büchergutschein für den Kindergarten. „Die Förderung der Kleinsten sei die Zukunftsaufgabe, der man sich stelle“, meinte der Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke (CSU). Der Bund habe in den letzte Jahren über sechs Milliarden Euro investiert, um die Kinderbetreuung voran zu bringen, so Stracke. 

Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl (FW) bezeichnete die Leiterin Florence Landry als den Motor dieses Umbaus. Er ergänzte, dass für den Bau auch 80.000 Euro an Privat- und Stiftungsmitteln mit eingebracht wurden. „Wenn man hier hereinkommt, will man wieder Kind sein“, erklärte Pohl. 

Architekt Klaus-Peter Wilhelm vom Architekturbüro aus Kempten, erläuterte unterdessen: Das Gebäude des Kindergarten sei als Massivbau ausgeführt worden und sei energetisch auf den neuesten Stand. Es habe ein flaches Pultdach und werde geheizt von einer Gastherme. Es verfüge zudem über eine moderne kontrollierte Wohnraumlüftung. 

Die Leiterin des Kindergartens, Florence Landry, gestand sichtlich zufrieden: „Es waren zwei harte Jahre, mal Regen und mal Sonnenschein. Es war sehr anstrengend“. Sie sei oft ungeduldig gewesen und musste immer wieder beruhigt werden. „Was lange währt, wird endlich gut“, sei das Motto, das Landry in dieser Zeit gelernt habe. 

Abschließend betete Stadtpfarrer Bernhard Waldner und bat um den Schutz und Segen der Menschen in diesem Haus und weihte anschließend die Menschen und die Räume des Kindergartens. Verschiedene gesungene Darbietungen des Elternbeirates und Lieder der Vorschulkinder ergänzten die Feier. Abschließend intonierte ein begeisterter Kinderchor das Lied: „Hast Du heute schon gelacht.“

von Wolfgang Krusche

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