Eisrettung auf dem Elbsee

Am vergangenen Samstag hatte die Kreiswasserwacht Ostallgäu zu einer Eisrettungsübung auf dem Elbsee eingeladen. Dabei trainierten verschiedene Ortsgruppen, sowohl die Rettung von ins Eis eingebrochenen Personen unter Einsatz von Spezialgerät, als auch die Erstversorgung der Verunglückten.

Jeder kennt die Wasserwacht als Rettungsorganisation des Bayerischen Roten Kreuzes, die im Sommer ihren ehrenamtlichen Dienst an den heimischen Badegewässern versieht und den meisten Badegästen ein angenehmes Gefühl der Sicherheit vermittelt. Aber wer weiß schon, dass auch im Winter professionelle Hilfe verfügbar ist. Der Wunsch der Menschen, sich bereits nach kurzer Frostperiode aufs Eis zu wagen, führt jedes Jahr aufs Neue zu Unglücken, die auf eine zu wenig tragfähige Eisdecke zurückzuführen sind. Eine Rettung von ins Eis eingebrochenen Personen durch vor Ort anwesende andere „Eisbegeisterte“ ist nicht nur schwierig, sondern häufig auch lebensgefährlich. In jedem Falle gilt es die Rettungskräfte unter der bekannten Rufnummer 112 zu alarmieren. Jetzt schlägt die Stunde der ausgebildeten Einsatzkräfte der Wasserwacht. Organisiert in 13 Ortsgruppen und ausgestattet mit fünf Spezialeinsatzgruppen, können die Rettungskräfte der Wasserwacht Ostallgäu und Kaufbeuren schon kurze Zeit nach Alarmierung am Ort des Unglücks verfügbar sein, um mit ihrer technischen Ausrüstung eine „sichere“ Bergung durchzuführen. Zur Sicherstellung des Erfolges dieser Rettungsmaßnahmen bedarf es der regelmäßigen Übung. Unter der Leitung des Vorsitzenden der Kreiswasserwacht Garry Kögel und bei strahlendem Sonnenschein trainierten die Ortsgruppen Buchloe, Kaufbeuren, Marktoberdorf, Obergünzburg und Füssen auf dem Elbsee den Einsatz des Rettungsschlittens und die Unter- eisbergung mit Hilfe von Rettungstauchern. Immer wieder musste der über 40 Kilogramm schwere Dummy aus dem Eiswasser auf den Schlitten gezogen und wieder belebt werden. Mehrere Taucher begaben sich ins eiskalte Wasser unter die Eisdecke, und suchten in nahezu völliger Dunkelheit nach einem festgelegten Verfahren und geführt durch eine Rettungsleine den See rund um die „Einbruch-stelle“ ab. Eine Aufgabe, die, wie sich jeder vorstellen kann, starke Nerven erfordert. Be-merkenswert war auch die Begeisterung, mit der die Jugendgruppen der Wasserwacht bei der Sache waren. Um die etwa 600 jugendlichen Mitglieder kümmert sich die Kreisjugendleiterin Miriam Hannig und stellt damit den für die Allgemeinheit wichtigen Nachwuchs, vom Rettungsschwimmer bis hin zum Bootsführer oder Taucher sicher.

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