Oliver Zenkner übernimmt Koordination von "Elterntalk"

Hilfe in Erziehungsfragen

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Die Partner des Elternbildungsprojekts „Elterntalk“ präsentieren die neue Informationsbroschüre (von links): Diakon Wolfgang Stock (Aussiedler-Seelsorge der Evangelisch-Lutherischen Dreifaltigkeitskirche), Elisabeth Ziesel (Referentin „Elterntalk“ Aktion Jugendschutz e.V)., Oliver Zenkner (Regionalbeauftragter „Elterntalk“), Theresa Eberle (Städtische Abteilung Kaufbeuren-aktiv) und Alfred Riermeier (Referatsleitung Jugend und Familie der Stadt Kaufbeuren).

Kaufbeuren – „Den Jungen interessieren nur noch Computerspiele“, ist der Vater besorgt. „Alle in der Klasse haben ein Smartphone“, erzählt die zehnjährige Tochter. „Internet und Fernsehen sind bei uns ein dauernder Streitpunkt“, klagt eine Mutter.

Die Liste an Alltagsproblemen in vielen Familien ist lang. Deren Inhalte bedeuten Stress und Probleme für alle Beteiligten. Hilfreich ist es dann, wenn es eine Möglichkeit gibt, sich mit anderen über Regeln für Fernsehen und PC-Spiele, Taschengeld, über Suchtvorbeugung und andere Erzie- hungsfragen auszutauschen. Diese Gelegenheit bietet das Projekt „Elterntalk“. 

Gemeint sind damit Gesprächsrunden von Eltern für Eltern. In privater Atmosphäre treffen sich diese, um Erziehungsfragen rund um Medien, Gesundheit und Konsum zu klären. „Ich lade alle interessierten Eltern ein, daran teilzunehmen“ sagt Oliver Zenkner. Er ist seit vielen Jahren in der Kinder- und Jugenderziehung tätig und seit September neuer Regionalbeauftragter für das Elternbildungsprojekt „Elterntalk“ in Kaufbeuren. „Elterntalk“ ist ein Baustein der Familien- und Integrationspolitik der Stadt Kaufbeuren. 

Theresa Eberle von der städtischen Abteilung Kaufbeuren-aktiv begrüßt es, dass das Projekt mit Zenkner neuen Schwung bekommt. Drei Schwerpunkte hat dieser sich zum Ziel gesetzt. Einmal der Aufbau von Gesprächsrunden, die allen Müttern und Vätern offen stehen. Da sich erfahrungsgemäß kaum Väter bei den Talks einfinden, will Zenkner speziell einen „Männerstammtisch“ ins Leben rufen. Drittens möchte er Familien aus allen Kulturkreisen erreichen. „Für die einzelnen Gruppen suchen wir ehrenamtliche Moderatoren“, so der Regionalbeauftragte. 

Diese Väter oder Mütter müssten kein Fachwissen mitbringen, sondern werden für diese Aufgabe geschult. Aus ihrem privaten Umfeld benennen sie Gastgebereltern, die bereit sind, bei sich zu Hause einen „Elterntalk“ anzubieten und dazu interessierte Eltern einzuladen. Der Moderator führt in das Thema ein und begleitet das nachfolgende Gespräch. Zenkner setzt darauf, dass „der offene Austausch Eltern dazu ermutigt, aktuelle Fragen in der Familie anzusprechen und Lösungswege zu finden“. Das Projekt richtet sich an alle Eltern von Kindern bis vierzehn Jahre. 

„Elterntalk“ ist ein bayernweites Projekt der Aktion Jugendschutz, das in Kaufbeuren von der Aussiedlerseelsorge der Evangelischen Kirchengemeinden Kaufbeuren und der städtischen Abteilung Kaufbeuren- aktiv getragen wird. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

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