Ab 28. April im Kino

"Ich liebe Frauen, die austeilen können"

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Emily VanCamp schlüpft gerne in Rollen, in denen sie gleichzeitig tough und schön ist – so wie als „Agent 13“.

Die kanadische Schauspielerin Emily VanCamp erhielt im Alter von elf Jahren eine klassische Ballettausbildung. Nachdem sie ihre ältere Schwester Katie 1999 zu Dreharbeiten begleitete, wollte auch sie Schauspielerin werden. Nach kleineren Rollen im Film „No Good Deed“ und der Serie „Glory Days“ verkörperte VanCamp von 2002 bis 2006 die High-School-Schülerin Amy Abbot in der Dramaserie „Everwood“, mit der sie international bekannt wurde. Von 2011 bis 2015 feierte sie als Hauptdarstellerin der Serie „Revenge“ ihren Erfolg. In „The First Avenger: Civil War“ schlüpft VanCamp in die Rolle der Sharon Carter alias Agent 13.

Kreisbote-Redakteurin Sandy Kolbuch traf die Schauspielerin in Berlin und sprach kurz vor der Deutschlandpremiere des neuen Marvel Films mit ihr über den Dreh. 

Haben Sie jemals damit gerechnet, eine Rolle des Marvel-Universums zu verkörpern? 

VanCamp: Nein. Ich bin in einer sehr kleinen Stadt in Kanada aufgewachsen, wo ich mit elf Jahren die Ballettschule besuchte. Als ich mit dem Schauspielunterricht begonnen habe, hatte ich große Freude daran. Ich hatte Glück und die Dinge haben sich sehr gut für mich entwickelt. Und jetzt bin ich in diesem Marvel-Film zu sehen (lacht). Es ist großartig und macht sehr viel Spaß. 

In den Comic-Büchern tötet Sharon Carter Captain America. 

VanCamp: Das ist eine Version (lacht). 

War es enttäuschend für Sie zu lesen, dass Ihr Charakter zu solch einer Tat fähig wäre? 

VanCamp: Ich kann mich daran erinnern, dass ich mit Chris Evans am Set darüber sprach, dass Captain America getötet werden könnte. Ich sagte gleich, dass ich dies als Sharon Carter definitiv nicht tun würde. Die Drahtzieher des Films wissen ganz genau, was sie tun und wie sie die Charaktere ins rechte Licht rücken. Meine Aufgabe ist es, die verschiedenen Versionen der Comic-Bücher in einer Figur zu vereinen und zu hoffen, dass die Fans dies mögen. 

Wann sind Sie das erste Mal mit den Marvel-Comics in Berührung gekommen? 

VanCamp: Ich habe viele Comic-Bücher gelesen, nachdem ich die Rolle bekommen hatte. Als Kind waren Comics für mich uninteressant. Als es darum ging herauszufinden, wer Sharon Carter und Steven sind, habe ich mich in die verschiedenen Geschichten eingelesen. Es ist so interessant und ich war regelrecht geschockt, als ich erkannte, wie groß das Universum ist. Die Geschichten der einzelnen Figuren sind alle faszinierend. 

Wann haben Sie erfahren, dass Sie in „The First Avenger: Civil War“ erneut als Sharon Carter vor der Kamera stehen werden?

VanCamp: Das war am Drehende von „The Return of the First Avenger“. Zu wissen, dass man ans Set zurückkehren wird, ist großartig. 

Sie haben vier Jahre für die Serie „Revenge“ vor der Kamera gestanden. Würden Sie erneut eine Serie machen? 

VanCamp: Ich habe schon vor „Revenge“ in einigen Serien mitgespielt. Die Arbeit war in vielerlei Hinsicht unglaublich und ich habe dabei sehr viel gelernt. TV ist ein Format, das sehr viel Arbeit erfordert. Ich stand zuletzt neun Monate im Jahr für die Serie vor der Kamera und hatte nicht viel Freizeit. Ich möchte nicht sofort wieder mit einer neuen Serie starten. Manchmal ist es ganz entspannend, nicht zu wissen, was als nächstes passiert. Immer genau zu wissen, welche Rollen als Nächstes anstehen, ist schon etwas unheimlich. 

In „Revenge“ spielen Sie eine starke Persönlichkeit, wie auch in „The First Avenger: Civil War“. Was fasziniert Sie an dieser Art Rolle? 

VanCamp: Ich liebe Frauen, die austeilen können und ich liebe es, solche Frauen zu verkörpern. Die Vorstellung, dass man tough und gleichzeitig schön sein kann, inspiriert mich. In Revenge gibt es viele verschiedene Frauentypen, die alle ihre dunklen Geheimnisse haben. Die Geschichte ist dadurch vielschichtiger. 

In vielen kommenden Filmen übernehmen die Frauen die Hauptrolle. Wie stehen Sie dazu? 

VanCamp: Ich finde es großartig. Es könnten noch viel mehr Frauen sein. Bei Marvel ist das Level des Schauspiels sehr hoch angesetzt. Frauen und Männer sind sehr vielschichtig angelegt. Im Film sieht man die verschiedenen Seiten der Charaktere, was sehr spannend ist. Wenn noch viel mehr weibliche Figuren hinzukommen, wäre das schön. 

Im Film haben Sie eine kleine Kampfszene. Hat Ihnen dies gefallen? 

VanCamp: Oh ja, ich liebe so etwas. Ich würde gern mehr davon machen. Die Charaktere zum Leben zu erwecken, macht sehr viel Spaß. Auch die physikalische Komponente gefällt mir sehr. Mich erinnern die Choreografien der Kampfszene an das Tanzen. Es ist schön, den ganzen Körper bei der Performance einzubringen. 

Wie war die Zusammenarbeit mit den Russo Brüdern? 

VanCamp: Es war unglaublich. Sie wissen beide genau, was sie tun. Einer von ihnen spricht mit den Darstellern, der anderen kümmert sich um die Effekte. Die Produktion war so unglaublich groß, dass es Sinn macht, sich die Arbeit aufzuteilen. Beide sind unglaubliche Regisseure, die nicht nur auf die Effekte achten, sondern auch auf die Entwicklung der Charaktere und der Geschichte. 

Und wie war die Zusammenarbeit mit Chris Evans? 

VanCamp: Schon bei unserem ersten Treffen war Chris reizend. Er ist ein guter Bostoner Junge. Er ist sehr professionell und perfekt für die Rolle geeignet. Aber auch die anderen sind alle reizend. 

Vielen Dank!

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