Verleihung des Emmi-Fendt-Preis an Marktoberdorfer Vorzeigeobjekte

Leben in die Stadt gebracht

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Sie haben mit ihren baulichen Vorhaben im Bereich Wohnen und Gewerbe Leben in die Marktoberdorfer Innenstadt gebracht: die Preisträger des Emmi-Fendt-Preises Willi und Monika Hoffmann (vorne links), Lisa und Manfred Rietzler (Mitte), Carl Singer (2. v. re.) und Hubert Kuhn (re.). Den Ehrenpreis, ein Stück Bronzeseil des Künstlers Bruno Wank, übergaben Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell und ISM-Vorsitzender Franz Josef Fendt (hinten li.)

Marktoberdorf – „Hut ab vor diesem Engagement“, würdigte der neue Leiter der Bauverwaltung, Ralf Baur, die Preisträger des Emmi-Fendt-Preises 2013.

Zum sechsten Mal wurde der renommierte Architekturpreis der Initiative Stadtentwicklung Marktoberdorf (ISM) an Bauherren verliehen, die mit ihren städte- baulichen Projekten zu einem attraktiven und lebendigen Stadtbild beitragen. Die ISM würdigte heuer Projekte zweier Kategorien: Für die Renovierung der „Alten Post“ und den Umbau des ehemaligen Landmaschinenareals Singer erhielt Carl Singer die begehrte Auszeichnung. Das wertvolle Stück Bronzeseil, das den Preis symbolisiert, bekam gleichermaßen die Bauherrengemeinschaft Hubert Kuhn, Lisa und Manfred Rietzler sowie das Ehepaar Monika und Willi Hofmann für den Neubau eines modernen und energieeffizienten Mehrfamilienhauses auf dem Gelände der ehemaligen Drogerie/Seifensiederei Kuhn.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell übergab gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Initiative Stadtentwicklung die Preise und sprach den Bauherren und Investoren seinen Respekt aus: „Die Preisträger stehen für Qualität und Engagement. Sie haben im Einklang mit unserer Stadt gebaut.“ Dafür stünde auch das vom Görisrieder Künstler Bruno Wank geschaffene Bronzeseil als eine gemeinsame Anstrengung, die für ein lebens- und liebenswertes Marktoberdorf unternommen werde. „Wir ziehen alle an einem Strang“, wie Franz Josef Fendt betonte.

Auch Bauverwaltungsleiter Baur, selbst gebürtiger Marktoberdorfer, zeigte sich in seiner Laudatio beeindruckt vom privaten Engagement der Investoren. „Wir ehren hier Bauherren, die sich wohlgemerkt ohne Fördergelder für ihr Marktoberdorf und eine attraktive Innenstadt eingesetzt haben.“Preiswürdig in der Kategorie „Stadtwohnen“ erwies sich der Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Seifensiederei und Ölhandlung Kuhn in der Meichelbeckstraße, wo 13 Wohnungen und eine Arztpraxis im Niedrigenergiestandard entstanden waren. Planer des modernen Mehrfamiliengebäudes war der Thalhofener Architekt Peter Ossenberg.Für den komplexen Umbau eines gesamten Gewerbeareals nahm Carl Singer in der Kategorie „Renovierung/Neubau Gewerbe“ das begehrte Bronzeseil entgegen.

Nach der Sanierung des Landmaschi- nenareals finden sich dort heute das Haus der Begegnung, moderne Bürogebäude, innerstädtisches Wohnen, Arztpraxen und ein beliebtes Café, das „in Marktoberdorf ja seit Jahren schmerzlich vermisst wurde“, wie Bürgermeister Hell es ausdrückte. Die kleinteilige Übersetzung der alten Werkstattgebäude in ein stimmiges, modernes Innenstadtareal böte viel Lebensraum für Marktoberdorf, sagte Architekt Alexander Müller, der für den Umbau der Singer-Werkhallen mitausgezeichnet wurde. In die denkmalgeschützte Alte Post sind drei Wohnungen und eine Zahnarztpraxis eingezogen. Für die planerische Gestaltung dieser Sanierung sowie des Verwaltungsgebäudes Landmaschinen Singer zeichnete sich Architekt Thomas Traut verantwortlich.

Jeder kann sich bewerben

„Wer Leben in die Stadt bringt, weil er ein Haus baut oder renoviert, kann sich um den Preis bewerben“, sagte Franz Josef Fendt. Dabei ist es dem Vorsitzenden der Initiative Stadtentwicklung wichtig, dass es sich bei dem jährlich ausgeschriebenen Emmi-Fendt-Preis nicht um einen reinen Architektenwettbeweb handelt, sondern um eine Auszeichnung, zu der jeder, ob Firma, Architekt oder Privatperson eingeladen ist, sich zu bewerben.

Von Angelika Hirschberg
ah

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