Endlich zur Ruhe kommen

Es ist das Fest der Liebe, der Familie und der Ruhe: Weihnachten. Doch die Tage vor dem Fest sind für viele von uns mit Hektik, Stress und Unruhe verbunden. Besinnung auf das Eigentliche erscheint uns oft schwer und abschalten noch viel mehr. Die „Lebende Krippe“ der Kaufbeurer Initiative, die am 19. und 20. Dezember von jeweils 15 bis 20 Uhr im Märzenburgwald besucht werden kann, hilft dabei wieder „über den Sinn von Weihnachten nachzudenken“, ist Ernst Holy, 1. Vorsitzender der Initiative und 3. Bürgermeister von Kaufbeuren, der festen Überzeugung.

Bereits zum 18. Mal können bei der „Lebenden Krippe“ die Menschen „die hektische Weihnachtszeit vergessen und zur Ruhe finden“, so Holy. Seit 1992 findet im Märzenburgwald, Ortsausgang Füssener Straße, am letzten Wochenende vor dem Heiligen Abend diese besondere Darstellung der Krippenszene statt. Maria und Josef mit dem Christuskind und die Hirten, die sich am Feuer wärmen. 15 Schafe, darunter auch viele junge, warten nur darauf von den Kindern gestreichelt zu werden. Drei bis vier Generationen von Mitgleidern der Kaufbeurer Initiative (KI) sind an dem Wochenende im Märzenburgwald im Einsatz. Während die einen Hirten oder Maria und Josef spielen, kümmern sich die anderen darum, dass die Besucher mit Glühwein und anderen Leckereien versorgt sind. 80 bis 90 Ehrenamtliche helfen mit, um sich gemeinsam auf Weihnachten einzustimmen. Der schönste Moment und die größte Belohnung sei, wenn die Augen der Kinder an der Krippe leuchten, sind sich Holy und Hans Häußer, Mitglied der Kaufbeurer Initiative und Leiter der Verkaufsstände, einig. Die Krippe, wofür die KI extra vor einigen Jahren einen Stadl errichtet hat, kann zu Fuß erreicht werden. Beim Anwesen Götzfried am Märzenburgweg in Kaufbeuren werden Fackeln verkauft, Glühwein sowie Würstchen und Kuchen angeboten. Von dort aus können sich die Besucher auf den zirka eineinhalb Kilometer langen Weg zur Krippe machen oder gemütlich mit der Pferdekutsche fahren, die einen Euro pro Person kostet. Der Reinerlös geht wie schon in den Jahren zuvor an Bedürftige aus und um Kaufbeuren. „Wir spenden alles“, unterstreicht Holy und berichtet dem KREISBOTEN, dass in den vergangenen Jahren über 40000 Euro gespendet werden konnten. Und Häußer ergänzt: „Es geht kein Cent weg für die Verwaltung.“ Es bleibt nur noch zu wünschen, dass das Wetter mitspielt, denn bei schönstem Winterwetter kämen zirka 10000 Besucher an den beiden Tagen, verrät Holy. Besonders freut es Holy und Häußer, dass auch dieses Jahr die Musikgruppen umsonst spielen und die Kaufbeurer Aktienbrauerei die Kosten für die Getränke der Akteure übernimmt. Damit die Ruhe im Wald nicht gestört wird und die Besucher sich wirklich besinnen können, wird darum gebeten, das Auto rechtzeitig stehen zu lassen. Denn am Anwesen Götzfried besteht keine Möglichkeit zum Parken. Nähere Informationen gibt es auf www.lebendekrippe.de.

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