"Endlich wieder ein Sieg"

Frauen-Cheftrainer Martin Prediger hat wieder Grund, sich zu freuen.

Die SpVgg Kaufbeuren hat sich mit einem 3:1-Sieg über den SV Egg a. d. Günz von seinem Heimpublikum für diese Saison verabschiedet. Doch die gewünschte Aufstiegsfeier fiel aus, weil der TSV Ottobeuren und der TSV Bobingen jeweils Unentschieden spielten. Beim finalen Spieltag braucht die SVK mindestens einen Punkt beim TSV Wertingen, um die Sektkorken knallen zu lassen. Aufatmen dagegen bei den Bayernliga-Frauen, die sich am Wochenende nach einer langen Durststrecke endlich den ersten Sieg in Eicha erkämpften.

Schon in der dritten Minute gingen die Gastgeber durch Guiseppe Dellaira mit 1:0 in Führung. Der wieder genesene Mittelfeldstürmer bekam einen mustergültigen Pass von Alexander Weber und konnte somit unbedrängt vollenden. Kaufbeuren machte sich wieder einmal das Leben selber schwer, weil sie nicht konsequent beim Torabschluss waren. Knapp eine halbe Stunde waren gespielt, als Tobias Schuhwerk auf Seiten der Gäste seinen Freistoß aus etwa 30 Metern ins SVK-Gehäuse hämmerte. Kaufbeuren suchte mit Beginn des zweiten Durchgangs die Entscheidung. Nach einem Traumpass von Agostion Dellaira auf Alexander Weber sauste dieser auf und davon und erzielte das 2:1 für die SVK. Kaufbeuren musste sich in Geduld üben und eine Sturm- und Drangphase der Egger überstehen, als Agostino Dellaira in der 89. Minute doch noch den Sack zu Gunsten der Heimelf vorzeitig zu machte. Dellaira brauchte nur noch ins leer Tor schieben, nachdem der Egger Schlussmann Stölzle ausgerutscht war. Trotz des Sieges ist die SVK noch nicht an ihrem Ziel angelangt. Weil Ottobeuren und Bobingen – direkte Verfolger – punkteten, wird es erst am kommenden Samstag die Entscheidung geben, wenn Bobingen in Marktoberdorf, Otto- beuren bei Schwaben Augsburg und Kaufbeuren in Wertingen antreten müssen. „Es ist so eingetroffen wie ich gesagt habe. Wenn wir unsere Spiele gewinnen, sind wir durch“, war die Enttäuschung bei Benjamin Kleiner nach dem Spiel nicht besonders groß. Der Sieg gegen Egg sei verdammt wichtig gewesen. „Wir werden jetzt auch in Wertingen Hundertprozent geben und auf Sieg spielen“, zeigt sich der Mann- schaftskapitän optimistisch. Auch Cheftrainer Dragan Lasic muss noch die letzten 90 Minuten in dieser BOL-Saison ausharren, um dann ausgiebig den Erfolg mit seiner Mannschaft feiern zu dürfen. Nach der Partie gegen Egg war er nicht ganz so zufrieden. „Wir haben gekämpft, doch waren wir nicht so spielerisch auf der Höhe wie noch vor einer Woche. Respekt an die Mannschaft, dass sie bisher nach der Winterpause nur eine Niederlage kassiert haben“. Der Übungsleiter erwartet in Wertingen eine etwas leichtere Aufgabe als sie die Konkurrenten Ottobeuren und Bobingen haben werden. Frauen siegen wieder Der Jubel kannte nach dem Schlusspfiff keine Grenzen. Die Bayernliga-Frauen können doch noch gewinnen. Nach einer Durststrecke von sieben sieglosen Partien gelang der SVK am Samstag ein knapper, aber nicht unverdienter 4:3-Auswärtserfolg bei der Sportvereinigung Eicha. Dabei sah es nach 45 Minuten ganz und gar nicht danach aus. Die Oberfranken führten nach einem Tor zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff mit 1:0. „Eicha war im ersten Durchgang drückender, aggressiver und lauffreudiger als wir“, musste Cheftrainer Martin Prediger neidlos anerkennen. Danach lief es besser, nach dem der Übungsleiter seine Spielerinnen wieder ihre Tugenden ins Bewusstsein rückte. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit offensiv eingestellten Mannschaften. Eicha musste gewinnen, Kaufbeuren wollte den ersehnten ersten Saisonsieg nach der Winterpause einfahren. Mit Andrea Rotter hatten die Ostallgäuerinnen eindeutig die bessere Torfrau, die ein ums andere Mal goldrichtig stand. In der 52. Minute gelang Melanie Seidler das zwischenzeitliche 1:1. Sie kämpfte sich durch die Abwehrreihen und netzte ein. Kaufbeuren war es, die dank Sabrina Neurieder in der 60. Minute in Führung ging. Doch postwendend kassierte die SVK den Ausgleich. Nach dem erneuten 3:2 durch Eicha, warf Kaufbeuren alles nach vorne und wurde belohnt. Ein Distanzschuss aus etwa 20 Metern von Barbara Frembs zappelte zum 3:3 im gegnerischen Netz. Nach so viel Pech in den letzten Spielen, war diesmal das Glück auf der Seite der Kauf- beurerinnen. Kathrin Höfler zog aus etwa 40 Metern ab und irgendwie fand das Spielgerät den Weg ins Tor (87.). „Endlich wieder ein Sieg. Wir haben die Negativserie beendet“, jubelte Cheftrainer Martin Prediger nach dem Spiel. Die Mannschaft habe sich die drei Punkte hart erarbeitet. In der Tabelle ist Kaufbeuren nun mit 30 Zählern auf Platz fünf vorgerückt, ist punktgleich mit dem Viertplatzierten Wacker München II.

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