Hoher Energieverbrauch im Gasthof „Goldener Hirsch“ und in der „Jahnturnhalle“

Kampf gegen Energiefresser

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Zwei „Energiefresser“, wie sie im Buche stehen: Der „Gasthof Goldener Hirsch" und die „Jahnturnhalle“ in Obergünzburg benötigen unverhältnismäßig viel Energie.

Obergünzburg – Ein Energiebericht lieferte der Marktgemeinde erstmals eine systematische Erfassung der Verbrauchswerte ausgewählter Gebäude. Dabei stach vor allem der hohe Energieverbrauch im Gasthof „Goldener Hirsch“ sowie in der „Jahnturnhalle“ ins Auge.

Durch verschiedene Maßnahmen soll nun die Energieeffizienz der betroffenen Gebäude verbessert werden. Der Energiebericht des seit Januar dieses Jahres tätigen Klimaschutzmanagers Roman Rotter lieferte Daten zu Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch kommunaler Liegenschaften. 

Hierfür sind die Verbrauchswerte einzelner energierelevanter Gebäude wie der Grund- und Mittelschule mit Hallenbad und Turnhalle, des Rathauses und der örtlichen Kinder- gärten systematisch erfasst und ausgewertet worden. Besonders auffällig sei dabei der Energieverbrauch im Gasthof „Goldener Hirsch“ sowie in der „Jahnturnhalle“. Der Energieverbrauch im Gasthaus „Goldener Hirsch“ zeige eine starke Abhängigkeit von der Nutzung. 

Dort sind bereits diverse Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt worden. Durch die Instandsetzung der Wärmerückgewinnung an der Lüftungsanlage im „Hirschsaal“ sowie der Stilllegung der nicht genutzten Lüftungsanlage der Gaststätte kann zukünftig Energie eingespart werden. Laut Aussage Rotters seien allerdings weitere energetische Sanierungsmaßnahmen erforderlich, um die Energieeffizienz des Gebäudes zu verbessern. 

Ähnlich schlecht wie im Gasthaus „Goldener Hirsch“ sieht die Energiebilanz in der „Jahnturnhalle“ aus. Diese verbrauche im Vergleich zur Schul-Turnhalle trotz kleinerer Größe unverhältnismäßig mehr Wärmenergie. Hier konnte durch die Erstellung eines Lüftungsprogramms und die Senkung der Hallentemperatur von 24 Grad Celsius auf 20 Grad bereits kräftig gespart werden. 

Allerdings seien auch hier kurz- und mittelfristig weitere energetische Sanierungsmaßnahmen wie die Erneuerung der aus dem Jahr 1987 stammenden Heizungsanlage sowie des Heizungsverteilers und der Austausch der alten Lüftungsanlage anzudenken, um den Energieverbrauch der Turnhalle weiter senken zu können. Eine energetische Sanierung der Liegenschaften soll dabei jedoch im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Marktes erfolgen. Es würden daher nur Maßnahmen umgesetzt, die „auch sinnvoll“ seien. 

Allerdings prognostizierte Klimaschutzmanager Roman Rotter, dass der Sanierungsbedarf in den Liegenschaften des Marktes in den nächsten Jahren aufgrund deren Alters steigen wird“. Durch ein „gut strukturiertes Energie- und Gebäudemanagement“ könnten anstehende Investitionen zukünftig jedoch „gezielt und wirtschaftlich“ eingesetzt werden. Langfristig würden die Sanierungsmaßnahmen sogar „helfen, Geld zu sparen“.

von Sabrina Hartmann


Klimaschutzmanager Roman Rotter

Seit Januar dieses Jahres ist Roman Rotter als Klimaschutzmanager für die Verwaltungsgemeinschaft und den Schulverband Obergünzburg tätig. Neben der Umsetzung der im Rahmen eines Klimaschutzkonzepts beschlossenen Maßnahmen der Gemeinden Obergünzburg und Günzach ist Roman Rotter unter anderem für den Aufbau eines Energiemanagements und die Entwicklung energetischer Sanierungskonzepte zuständig, um den Energieverbrauch in den kommunalen Liegenschaften und Einrichtungen zu senken.

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