Energieverbrauch sinnvoll gestalten

Zusammen für eine Zukunft ohne Energieverschwendung: Bürgermeister Werner Himmer (vorne links) und Theo Karmann unterzeichneten in der vergangenen Woche die Beraterverträge. Hinten: Kämmerer Wolfgang Guggenmos (links) und Gebäudemanager Richard Siegert.

Für den Aufbau eines kommunalen Energiemanagements (KEM) hat die Stadt Marktoberdorf am Dienstag einen Beratervertrag abgeschlossen. Um einen Beitrag zur Energiewende zu leisten, hatte der Stadtrat im Herbst 2011 den Startschuss für Einführung des KEM gegeben. Vertragspartner ist jetzt das in Wertingen ansässige Beratungsbüro für Gebäudemanagement, Energie und Umwelt Karmann. Das Ziel der Zusammenarbeit ist, den Energiebedarf der Stadt Marktoberdorf sowohl ökologisch wie auch ökonomisch zu decken.

Wie Gebäudemanager Richard Siegert erläuterte, wird Karmann die Stadt für drei Jahre bei den umfangreichen Arbeiten beraten und begleiten. Die Kosten fördert der Freistaat Bayern mit vierzig Prozent. Und so sieht die zeitnahe Planung aus: Zunächst werden vierundvierzig städtische Gebäude untersucht, überprüft und die energetischen Daten ausgewertet. Für die Bildung von Bezugswerten (sogenannten „Benchmarks“) und Vergleichsmaßstäben erfolgt die Einteilung der Gebäude in die folgenden drei Gruppen: 1. Schulen und Kindergärten; 2. Sporthallen und Versammlungsstätten; 3. Verwaltungs-, Kultur- und Betriebsgebäude. Die gewonnenen In- formationen bilden dann die Grundlage für die Vorbereitung, Planung und Umsetzung des KEM. Theo Karmann, Inhaber des Beratungsbüros, machte deutlich, dass allein im Nutzerverhalten bei einem Gebäude ein Einsparpotenzial in Höhe von zehn Prozent vorhanden sei und weitere siebzehn Prozent durch bessere Energieausnutzung erwirtschaftet werden könnten. Im Gegensatz zur Stadt Marktoberdorf, die bereits gute Ansätze zur Gestaltung der Energiewende erkennen lasse, würden noch viele Kommunen die Chancen und Möglichkeiten, die ein kommunales Energiemanagement bietet, nicht ausreichend nutzen, betonte Karmann . „Mit Blick auf die zukünftig steigenden Energiekosten ist ein Energiemanagement nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig“, so Bürgermeister Werner Himmer. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit Theo Karmann, den er als „erfahrener, alter Hase“ bezeichnete: „Ich habe ein gutes Gefühl und fühle mich gut aufgehoben“.

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