Engagement gefragt!

Vergangene Woche sollten im Rathaussaal der Stadt die Jugendlichen zu Wort kommen und sagen, was ihnen an ihrer Stadt gefällt oder was sie gerne ändern würden. Damit die Anwesenden sich zunächst ein Bild machen konnten, was in Marktoberdorf für Kinder und junge Menschen so geboten ist, hielt der Sozialpädagoge und Geschäftsführer des Kreisjugendrings, Erich Nieberle, einen kleinen Jahresrückblick.

Die „Winterfreizeit” im Januar, die Eröffnung des Jugendzeltplatzes in Rettenbachim Mai oder die 22. Marktoberdorfer Ferienfreizeit in den Sommermonaten mit 55 Tagesveranstaltungen, mehreren Ferienlagern, Reiterferien und einem Zeltlager waren nur ein Bruchteil der Aktionen des Kreisjugendrings. Dazu kommen die Angebote des Jugendrings und der kommunalen Jugendarbeit Ostallgäu, die in Marktoberdorf eine gemeinsame Geschäftsstelle unterhalten. Bei diesen vielen tollen Möglichkeiten, in Marktoberdorf gemeinsam aktiv zu werden, verwundert es schon ein bisschen, dass bei der Jungbürgerversammlung so viele Stühle leer blieben. Zwar waren alle wichtigen Ansprechpartner gekommen, so zum Beispiel Bürgermeister Werner Himmer, Rupert Filser vom Haupt- und Kulturamt oder Wolfgang Wieder (zuständig für Schulen und Kindergärten). Die Vorschläge und Kritiken hielten sich aber, zahlenmäßig bedingt, in Grenzen. Meist ging es um Schwachstellen im Verkehr. So meldete sich zum Beispiel der kleine Christoph mit einer Kritik zu Wort: „Mich nervt es, dass an der Bahnhofstraße in Richtung Mozartplatz kein Zebrastreifen ist! Die Autofahrer nehmen keine Rücksicht, sogar mit einem Schülerlotsen muss man lange warten, bis man über die Straße gehen kann!” Darauf antwortete Himmer, dies sei zwar nicht in Ordnung, man könne aber auch als Bürgermeister nicht jede Problemstelle im örtlichen Straßenverkehr „entschärfen”. Prinzipiell müsse man sich leider auf die Eigenverantwortung der Autofahrer verlassen. Gekommen waren auch einige Mitglieder einer örtlichen Blaskapelle, die sich um die weitere Unterstützung ihrer Musikgruppe sorgen. Man brauche zum Beispiel einen festen Proberaum. Bürgermeister Himmer und Andrea Weinhart, die Jugendbeauftragte der Stadt Marktoberdorf, haben daraufhin versprochen, sich der Sache anzunehmen. Wer also Lust bekommen hat, seine Heimatstadt aktiv mit zu gestalten oder Interesse am vielfältigen Angebot des laufenden Jahres hat, kann sich auf den Internetseiten www.kjr-ostallgaeu.de und www.wildersueden.net schon mal näher informieren.

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