Erinnerungen und Visionen

Bei der 40-Jahr-Feier musste der ehemalige Schüler und heutige Oberbürgermeister Stefan Bosse (rechts) noch einmal „vor versammelter Klasse“ Rede und Antwort stehen. Foto: Frisch

Wirtschaft, Sozialwesen, Technik – seit mittlerweile 40 Jahren bietet die Kaufbeurer Fachoberschule Lernwilligen die Möglichkeit, nach dem Abgang von der Realschule oder neuerdings auch nach dem M-Zweig der Mittel- bzw. Hauptschule in verschiedenen Fachrichtungen das Abitur zu erwerben. Damit steht den Absolventen dann ein Studium an einer allgemeinen Hochschule oder einer Fachhochschule offen. Am vergangenen Freitagabend ging es dann aber ausnahmsweise nicht um Prüfungen und Abschlüsse, sondern vielmehr um einen humorvollen Rückblick über die vier vergangenen Jahrzehnte.

Lehrer und ehemalige Schüler lieferten in der vollbesetzten Aula eine lustige, aber manchmal auch nachdenklich stimmende Show ab. So erinnerte Heidi Nussbaum, die auf der Bühne mit ihrem Kollegen Horst Denninger die „wilden 70er“ wieder auferstehen ließ, neben dem damaligen Schulalltag auch an die Streiks der Schüler im Sozialbereich. Ein prominenter „Ex-Schüler“ von 1981bsi 1983 stand Rede und Antwort: Stefan Bosse gab zu, die Schule und den dortigen Unterricht „im ersten Jahr gehasst“ zu haben – „Ich wollte lieber Polizist werden!“ Bei einem ungeliebten Praktikum an der Werkbank sei der Entschluss gereift, „nie wieder an einer solchen Werkbank zu stehen“ – ein Zukunftstraum, der sich erfüllt hat. Trotzdem oder gerade deshalb plädierte Bosse dafür, nach einem mittleren Schulabschluss eine weiterführende Schule zu besuchen. „Im zweiten Jahr habe ich mich dann hier sehr wohl gefühlt. Und es ist gerade heutzutage wichtig, sich berufliche Perspektiven offen zu halten.“ Auch die Schule selbst tat zum Ende der Veranstaltung mit Hilfe einer Wahrsagerin noch buchstäblich einen „Blick in die Zukunft“: ein neues zweites Schulgebäude, medientechnische Verbesserungen wie ein digitaler Vertretungsplan und innovative soziale Projekte sind nur einige der nächsten Schritte, die bestätigen, was Heidi Nussbaum im Rahmen der Show formulierte: „Viele haben uns damals 1970 für eine Totgeburt gehalten; aber die FOS ist gewachsen und gediehen und tut dies weiter!"

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