Erleichterung nach dem Sieg

Jubel zum 1:0 durch Alexander Weber.

Die Erleichterung war ihnen nach dem Schlusspfiff im Gesicht anzusehen: Fußball-Landesligist Kaufbeuren hat nach zwei Niederlagen gegen Durach (1:3) und Mering (2:3) einen Achtungserfolg erlangt. Die SVK siegte beim FC Königsbrunn mit 3:2 und hat sich vom Tabellenende abgesetzt.

Schon vor dem Duell war die Freude groß, denn mit Alexander Weber kehrte Kaufbeurens bester Offensivspieler aus der vergangenen Saison vom FC Affing wieder zurück in die Wertachstadt. Nur zweimal trug er das Trikot des Bayernligisten. Sein Einstand in Königsbrunn hätte nicht besser sein können. „Er hat ein Tor erzielt und eines vorbereitet“, ist für Cheftrainer Dragan Lasic Weber eine große Verstärkung. Der 21-Jährige brachte Schwung in den gegnerischen Strafraum. In der 30. Minute gelang ihm die 1:0-Führung. Die Gäste kontrollierten die Partie gegen die Brunnenstädter, mussten aber in der 41. Minuten dennoch das zwischenzeitliche 1:1 hinnehmen. Weil die SVK den Ball aus dem eigenen Strafraum nicht herausbrachte, konnte FCK-Kapitän Matthias Hager die Kugel über die Linie bringen. Auch im zweiten Abschnitt steckte Kaufbeuren nicht auf. Nach einer Traumkombination zwischen Weber, Ünal und Zink stand Ali Ünal auf einmal alleine vor dem Tor und ließ Torwart Sebastian Pütz nicht den Hauch einer Chance. Doch der Gastgeber kam durch Augustin Barbano auf 2:2 heran. Doch diesmal war Kaufbeuren abgebrühter und siegessicher – und wurde prompt belohnt. Christian Sontheimer gelang der Siegtreffer. „Wir haben die erste Halbzeit kontrolliert und hätten eigentlich schon hier eine Entscheidung herbeiführen müssen“, kann Lasic erst einmal richtig durchschnaufen. „Es hat funktioniert. Die Jungs haben bewiesen, dass sie es können“, war es laut Lasic reine Kopfsache, dass die SVK ihre ersten beiden Spiele verlor. Doch auch jetzt gegen den FC Königsbrunn lief noch nicht alles optimal nach den Vorstellungen des Übungsleiters. „Wir haben viele Zweikämpfe im Mittelfeld verloren“, erklärte er, und zeigte sich trotzdem froh über den Sieges- und Kampfeswillen seiner Mannschaft. Rückhalt im Tor bot auch diesmal wieder Bernd Grund. „Die Erleichterung ist natürlich sehr groß. Nach zwei Niederlagen hatten wir schon etwas Druck, keinen klassischen Fehlstart hinzulegen. Wir waren nach dem 1:0 tonangebend und mussten nach einer blöden Standardsituation den Ausgleich hinnehmen“. Der Sieg tue der kompletten Mannschaft gut – und die drei Punkte natürlich auch. Der erst 17-jährige Christian Sontheimer sorgte in der Schlussphase für den Siegtreffer. „Ich bin ziemlich erleichtert. Wir haben uns aber gegen Königsbrunn wieder einmal das Leben selbst schwer gemacht“, spricht er die vielen vergebenen Chancen an. Mit dem Sieg im Rücken geht es am kommenden Samstag (4. August) gleich weiter. Die SVK erwartet um 17.30 Uhr Mitaufsteiger TSV Mindelheim. Die Unterallgäuer schafften zum Saisonauftakt einen klaren 4:1-Sieg über den TSV Ottobeuren, verloren auswärts beim FC Königsbrunn mit 0:2 und konnten am Wochenende gegen den FV Illertissen II mit 3:1 gewinnen. Die Frundsbergstädter liegen mit sechs Punkten auf Rang drei, während Kaufbeuren mit einem Sieg auf der Habenseite aktuell den 13. Tabellenplatz einnimmt. „Wir schauen gespannt auf das Duell gegen Mindelheim“, so Christian Sontheimer abschließend. Sehr zufrieden Positiv bewertet Coach Martin Prediger derweil das überstandene Trainingslager- Wo- chenende mit seinen Spielerinnen. Seit über einer Woche bereitet sich das Team auf die bevorstehende Bayernliga-Saison vor. „Ich bin sehr zufrieden wie alles gelaufen ist. Auch mit dem Fleiß der einzelnen Spielerinnen“, so Coach Prediger. Auch Teamchef Michael Frembs hatte einen guten Eindruck. „Die Spielerinnen, die da waren, haben gut mitgezogen“, macht die Urlaubszeit doch wieder einmal einen Strich durch die Rechnung: „Wir sind eben Amateure“. Derweil steht am kommenden Samstag für Kaufbeuren gleich das erste Vorbereitungsspiel auf dem Programm. Bereits um 15.30 Uhr treffen die Frauen des SVK auf den TSV Schwaben Augsburg. „Das ist gleich zu Beginn ein richtiger Härtetest, so Frembs. „Wenn, dann schon g’scheit“, ist Schwaben als Regionalligist doch eine erste Hürde: „Die Augsburger sind eine Mannschaft, die Fußballspielen können“.

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