Erste Hürde mit Bravour gemeistert

Die zehn besten Absolventen mit einem jeweiligen Notendurchschnitt von 1,00 freuen sich über ihre Preise. Foto: Ostenrieder

Endlich geschafft! Die gelöste Stimmung verriet die Gefühle der erfolgreichen Absolventen. 219 Berufsschulabgänger, zum größten Teil aus der Fachrichtung Metall, wurden vergangene Woche im festlichen Rahmen in der Aula der staatlichen Berufsschule freigesprochen. Die Besten unter ihnen wurden mit Urkunden, Sach- und Geldpreisen ausgezeichnet und persönlich beglückwünscht.

Die Begrüßung der Ehrengäste, Ausbilder, Lehrkräfte, sowie der gefeierten Absolventen fand durch die stellvertretende Schulleiterin Ulrike Devries statt. Sie lobte das hohe Engagement aller, die maßgeblich zu diesem hervorragenden Ergebnis beigetragen hatten, und appellierte an die Schulabgänger, „die Bereitschaft zum Lernen beizubehalten“ und ermu- tigte sie zu einer lebenslangen Neugier. Die Grußworte von Oberbürgermeister Stefan Bos- se befassten sich danach mit dem „fortschrittlichen Dualen System“, das in Deutschland dank Institutionen wie die Industrie- und Handelskammer optimal funktioniere. Er hob die gute Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft hervor, indem er die Leistungen der Ausbilder und Lehrkräfte würdigte, die den Schülern ein fundiertes praktisches und theo- retisches Grundwissen vermitteln konnten. „Die Absolventen können sich aufgrund des zukünftigen Fachkräftemangels auf hervorragende Berufsperspektiven freuen“, lautet sein abschließendes Fazit. Nach den besinnlichen Worten von Religionslehrer Otto Vogl zum „selbstgewählten Umfang der notwendigen Päckchen die man im Leben tragen muss“, hielt die Schulsprecherin Daniela Eiterer eine kurze Abschlussrede. Sie bedankte sich im Namen aller ehemaligen Schülerinnen und Schüler für das „fast kameradschaftliche“ Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern und den Spaß, der neben dem gemeinsamen Lernen nie zu kurz gekommen sei. Den Höhepunkt bildete dann die Auszeichnung der herausragenden schulischen Leistungen. Bei einer Abschlussnote von unter 3,0 haben 42 Schüler den sogenannten MABS (Mittleren Bildungs-Abschluss) erreicht, bei einem Notendurch- schnitt unter 2,0 (9) wurde man mit einer Schul- und unter 1,5 (23) mit einer Regierungsurkunde ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben ist, dass auch noch unglaubliche zehn Staatsurkunden vergeben wurden (siehe Infokasten). Für diese Auszeichnung ist ein Abschlussergebnis von 1,00 erforderlich. Dies wurde zusätzlich mit einem Geldpreis von je 50 Euro von der Stadt Kaufbeuren honoriert. Strahlend freute sich Staatspreisträgerin Ramona Kees über die Urkunde, das Präsent und besonders das Geld, das ihre Urlaubskasse aufbessern soll. Trotz der traumhaften Durchschnittsnote hat sie erst mal „genug von Schule“: „Ich arbeite sehr gern in meinem Beruf als Steuerfachgehilfin,“ erzählt sie lächelnd. Neben den Urkunden, und den Sachpreisen aus der Hand von Gerhard Schlichtherle (Regionalversammlungsvorsitzender der IHK) überreichte Oberbürgermeister Stefan Bosse allen noch eine Rose. Nach den abschließenden Worten vom Schulleiter Hans Etzler „nicht nachzulassen, sich weiter zu qualifizieren und alle Möglichkeiten im Leben zu nutzen“, entließ er die glücklichen Berufsanfänger und bat sie zu einem Buffet und „Come Together“. Die Staatspreisträger mit Notendurchschnitt 1,00 • Cornelia Eiterer, Industriekauffrau – Endress + Hauser, Nesselwang • Katja Fichtl, Industriekauffrau – MPE-Garry GmbH, Füssen • Martin Jäger, Industriekaufmann – Karwendel-Werke, Buchloe • Bettina Stedele, Industrikauffrau – Karwendel-Werke, Buchloe • Jessica Schmid, Steuerfachangestellte – Dr. Heinz Breitfeld Steuerberater, Landsberg • Rosemarie Hartmann, Steuerfachangestellte – Stahr Maria Steuerkanzlei, Peißenberg • Ramona Kees, Steuerfachangestellte – Kees Herbert Steuerberater, Bad Wörishofen • Enrico Nuvolin, Werkzeugmechaniker – Walter Kern GmbH, Füssen • Christian Kledwig, Werkzeugmechaniker – Metallwarenfabrik GmbH & Co. KG, Marktoberdorf

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