Spannende Einblicke in Tätigkeit der Blaulichtorganisationen

Retten, bergen, schützen und löschen

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Der Polizei-Hubschrauber war beim ersten Kaufbeurer Blaulichttag ein regelrechter Besuchermagnet.
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Auch die Bergung eines verunglückten Kletterers wurde gezeigt.
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Christa Geyrhalter und Andreas Schießler organisierten den Blaulichttag.
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Rettungsübungen gaben einen guten Einblick in die Arbeit der Helfer.
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Rettungsübungen gaben einen guten Einblick in die Arbeit der Helfer.
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Kaufbeuren – An die 3.000 Besucher fanden am vergangenen Samstag den Weg zum Kaufbeurer Tänzelfestplatz um beim ersten Kaufbeurer Blaulichttag dabei zu sein. Insgesamt zehn Rettungs- und Hilfsorganisationen boten ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm und vermittelten dabei interessante Einblicke in deren aufopferungsvolle Tätigkeit.

Eine rundum gelungene Veranstaltung – und so strahlte auch der Initiator dieses „Blaulichttages“, Andreas Schießler, Rettungsassistent beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und Mitglied der Kaufbeurer Feuerwehr, mit der Frühlingssonne schier um die Wette. 

Mit viel Engagement schaffte er es, zusammen mit ein paar weiteren Mitstreitern, diesen Tag der Kaufbeurer Rettungs- und Hilfsorganisationen auf die sprichwörtlichen „Beine zu stellen“. Unterstützung erhielten sie vonseiten der Stadt. Wie Mitorganisatorin Christa Geyrhalter mitteilte, sei das seinerzeit unterbreitete Konzept bei der Verwaltung und beim Oberbürgermeister sofort auf Zustimmung gestoßen. Die Stadt Kaufbeuren erklärte sich bereit, als Veranstalter aufzutreten und das Ganze finanziell zu unterstützen. 

Es ging darum, den Bürgern einmal praktisch vor Augen zu führen, was diese Organisationen für die Stadt leisten, erklärte Andreas Schießler im Gespräch mit unserer Zeitung. „Oft hört man ja nur wie die Fahrzeuge mit Blaulicht durch die Gassen jagen“, so Schießler, „aber was da so alles ineinandergreift an Koordination, strategischer Zusammenarbeit und gezieltem Einsatz, dürfte den wenigsten bekannt sein“. Dies hätte ihn unter anderem auf die Idee gebracht, einen solchen „Blaulichttag“ zu organisieren. Außerdem könnte eine derartige informationsreiche Veranstaltung den einen oder anderen Jugendlichen animieren, selbst aktiv in einer der Hilf- und Rettungsorganisationen mitzumachen. 

So war dieser „Blaulichttag“ auch eine willkommene Werbung für die einzelnen teilnehmenden Organisationen, um Interessenten und zukünftige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Mitarbeit zu gewinnen. Wie Schießler ausführte, sei dies meist einfacher als gedacht. Lediglich entsprechende Motivation und ein eiserner Wille durchzuhalten seien die wichtigsten Grundvoraussetzungen. Und das Konzept ging auf, zahlreiche interessierte Besucher suchten das Gespräch und informierten sich über die gebotenen Möglichkeiten einer entsprechenden Ausbildung. 

Besonders die vielen „kleinen Besucher“ standen oft staunend vor den geradezu riesig wirkenden Fahrzeugen. So war beispielsweise der „Gerätekraftwagen 1“ vom THW ein vielbestauntes Objekt. Erstaunlich, was dieses Fahrzeug, das als die „Werkzeugkiste“ beim THW gilt, alles an Einsatzmitteln so mit sich führt. Belagert wurde auch ständig der Polizei-Hubschrauber-Simulator, die BO 105 „Edelweiß“. 

Neben den Ständen der einzelnen Organisationen wartete auf die vielen Schaulustigen ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit interessanten Schauübungen. So zum Beispiel die Bergung „verunglückter Kletterer“ durch die Bergwacht, oder die Personenrettung verletzter Personen aus einem Reisebus. Die DLRG und das THW zeigten die Rettung von Verletzten aus einem Trümmerfeld und die Feuerwehr musste bei einem Gefahrgutunfall eingreifen. Viel Zuspruch fand auch der Einsatz von Rettungshunden und diverse Vorführungen der Polizei im eigens aufgebauten Festzelt.

Als dann gegen 16 Uhr die „Blaulichter“ abgestellt wurden, ging eine tolle Veranstaltung mit viel „Action“ zu Ende. Zufriedene Gesichter auf beiden Seiten, sowohl bei den Organisatoren und den circa 150 beteiligten Helferinnen und Helfern sowie andererseits bei den erfreulich vielen Besuchern, die sich davon überzeugen konnten, dass die Stadt Kaufbeuren bei ihren Rettungs- und Hilfsorganisationen in den besten Händen aufgehoben ist.

von Klaus-Dieter Körber

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