Durchweg positive Reaktionen 

Das Raumproblem ist passé

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In den neuen Fachräumen im Erdgeschoss des Neubaus werden naturkundliche Fächer unterrichtet. Die Räume sind mit modernster Datenverarbeitungs- und Steuerungstechnik ausgestattet. Durch die Glaswände zum Gang gelangt viel Licht in die Räume, so dass kaum künstliches Licht benötigt wird. Eine Lüftungsanlage sorgt über das ganze Jahr für ein angenehmes Klima.

Kaufbeuren – Es war kein klassischer Schlüssel, den Architekt Wendelin Burkhardt an den Hausherren Oberbürgermeister Stefan Bosse übergab, vielmehr war es ein runder Kuchen mit Schokoladenguss, der symbolhaft für den neuen elektronischen Türöffner überreicht wurde.

Nach zwei Jahren Bauzeit wurde der Erweiterungsbau der Beruflichen Oberschule (FOS/BOS) Kaufbeuren vergangene Woche eingeweiht. 

Aufgrund steigender Schülerzahlen wurden einige Klassen in den vergangenen Jahrzehnten ausgelagert oder in Containern untergebracht, da die Schule nicht genügend Platz bot. Lioba Mair, Vertreterin der Schülermitverantwortung (SMV), erinnert sich noch gut an die weiten Wege, die sie noch in der elften Klasse während der Pausen von der Schule zum „Kolping” und wieder an die Schule zurücklegen musste. 

Das Raumproblem an der FOS/BOS dürfte nun der Vergangenheit angehören, gehören nun sieben neue Klassenzimmer und sechs Fachlehrsäle samt Nebenräumen zum Schulbild. „Wie ein Puppenhaus” mutete die Schule ehemals an, erinnerte sich Regierungsschuldirektor Georg Renner, der Vorgänger des jetzigen Schulleiters Wolfgang Gall, bei der Feier. 

Der Erweiterungsbau habe vor allem durch die Verhandlungen über das Gelände der Flussmeisterstelle viel Zeit in Anspruch genommen. Doch laut Bosse habe man wegen der hohen Kosten für den Abbruch eine höhere staatliche Förderung erzielen können. „Ich fühle mich super, sechs Millionen Euro für den Bau ausgegeben zu haben”, bilanzierte der OB, denn das Budget sei gut angelegt. 

„Tatsache ist, dass sich die Qualität einer Stadt auch dadurch auszeichnet, dass sie ein Schulstandort ist. Investitionen in eine Schule sind Investitionen in die Attraktivität eines Standortes”, pflichtete ihm Bayerns Wirtschaftssekretär Franz Josef Pschierer bei. 

Zwar störte der Baulärm bei den Schulaufgaben, doch würden „Charm und Flair” der neuen Räume laut Mair jetzt dafür entschädigen. „Es ist eine Schule zum Wohlfühlen entstanden”, befand Ministerialbeauftragter Konrad Maurer, was besonders durch die helle, großzügige Aula bewirkt wird. Diese ist über zwei Etagen mit einer Glasfront versehen und bildet über eine Galerie die Verbindung zwischen Alt- und Neubau. 

Dass in der Aula mit akustisch wirksamer Decke auch Konzerte gegeben werden können, bewies die Schulband unter der Leitung von Tiny Schmauch bereits bei der Einweihung. Pfarrer Bernhard Waltner und Thomas Kretschmar segneten die Räume, wobei „der Segen auf die Menschen geht, die Anteil am Bau hatten und hier täglich ein- und ausgehen”, so Waltner.

von Martina Staudinger

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