Familienbildung im Blick

Am Montag wurde im Rathaus der Kaufbeurer Familien- und Bildungskompass“ präsentiert. Anwesend waren unter anderem Walter Rüffer, Dr. Ingo Krüger, Wilfried Lohre, Alfred Riermeier, Caroline Moser, Vanessa Schlevogt, Sonja Seger, Elke Schad, Oberbürgermeister Stefan Bosse und Johann Marschall. Foto: Frisch

Im vergangenen Jahr wurde Kaufbeuren als eine von 40 Kommunen in das bundesweite Förderprogramm Lernen vor Ort aufgenommen. Seitdem setzt sich Projektleiterin Caroline Moser mit ihren Kolleginnen für die Entwicklung eines bedarfsorientierten Bildungsnetzwerks für alle Altersstufen ein. Als Teil des Projekts „Bildung-aktiv“ konnte nun erstmals eine umfassende Übersicht aller aktuellen Bildungs-, Beratungs- und Freizeitangebote in Kaufbeuren veröffentlicht werden, der „Kaufbeurer Familien- und Bildungskompass“.

Damit sei man dem Ziel, die bestehenden Angebote für alle Interessierten überschaubarer und damit zugänglicher zu gestalten, wieder ein großes Stück näher gekommen, betonte der Leiter der Abteilung Kinder, Jugend und Familie Alfred Riermeier bei der Präsentationsveranstaltung am Montag im Kaufbeurer Rathaus. Auch Oberbürgermeister Stefan Bosse war neben vielen städtischen Vertretern aus Wirtschaft und sozialen Verbänden erschienen, um seine Unterstützung für das Bildungsnetzwerk deutlich zu machen. Der Kompass selbst beinhaltet rund 240 Einrichtungen, die unterschiedliche Angebote bereithalten, von Beratungsstellen für Schwangere über Kindergärten und berufliche Vereinigungen bis hin zur Seniorenbildung. „Wir haben den Oberbegriff Familienbildung bewusst sehr weit gefasst“, erklärte Caroline Moser. Gerade begleitende Bildungsangebote für Kinder und junge Erwachsene gewännen laut einschlägiger Studien zunehmend an Bedeutung, stellte Alfred Riermeier in seiner Rede fest. In diesem Zuge bräuchte es niederschwellige Angebote, sozusagen „das Bildungsangebot um die Ecke“. Als beispielgebend in Kaufbeuren nannte er den „Elterntalk“ sowie das „HIPPY“-Projekt, das Familien mit Migrationshintergrund und deren Vorschulkinder unterstützt. Die Familienbeauftragte der Stadt, Elke Schad, betonte, nach der Bestandsaufnahme im Bildungskompass habe man für das laufende Jahr nun eine Menge weiterer Pläne. So sollen sogenannte „Familienstützpunkte“ in den einzelnen Stadtteilen geschaffen werden; die als Wegweiser und Vermittler für beratungssuchende Familien dienen. Auch die Erweiterung der bestehenden Bildungslandschaft wird angestrebt. Dazu werden als wichtigster Punkt so viele Mitbürger wie möglich nach ihren Wünschen befragt, denn: „Wir wollen die passenden Angebote für jede Lebenssituation schaffen“, so Schad. Es sei noch ein weiter und interessanter Weg mit neuen Entwicklungen und innovativen Prozessen, beschreibt Moser die kommende Zeit, die vor dem Team von Bildung-aktiv liegt. Aber: „So offen und innovativ, wie wir in Kaufbeuren sind, werden wir das sicher schaffen!“ Der beeindruckende Bildungskompasses lässt die Überzeugung zu, daran nicht zu zweifeln.

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