Familienfreundliche Kreisstadt?!

Wie würden Sie die Familienfreundlichkeit in Marktoberdorf einschätzen? Unter anderem mit dieser Frage befasst sich ein Fragebogen der Stadt, der ver- gangenen Montag in allen Kindergärten und -tagesstätten in Marktoberdorf ausgegeben wurde. Am heutigen Mittwoch wird er noch an den Grundschulen verteilt. Die Stadt hofft in Zusammenarbeit mit der Lenkungsgruppe „Mitten in Marktoberdorf“ herauszufinden, ob und wo Handlungsbedarf besteht.

Jedes Jahr führe die Stadt an den Kindergärten Fragebogen- aktionen durch, die sich allerdings bisher nur mit der Einrichtung selbst beschäftigt haben. In diesem Jahr geht es zwar auch um die Einrichtungen, doch ergänzt wurde der Fragebogen um das Thema „Kind und Familie in Marktoberdorf“. Diese Frage „haben wir noch nie eroiert“, sagte Wolfgang Wieder von der Stadtverwaltung vergangene Woche beim Pressegespräch im Marktoberdorfer Rathaus. Neu ist, dass der Fragebogen, allerdings ohne Fragen zur Einrichtung, auch an den Grundschulen verteilt wird. 600 Kinder der Kindertagesstätten und zirka 750 Grundschüler werden die Fragebögen mit nach Hause bringen. Familien mit Kindern bis zwölf Jahre werden auf diese Weise erreicht. Bürgermeister Werner Himmer vertraut seinem Bauch- gefühl und glaubt, dass „wir in Marktoberdorf gut aufgestellt sind“. Trotzdem sind alle gespannt, „wie es real aussieht“, betont Nicole C. Becker, Projektleiterin „Mitten in Marktoberdorf“. Tanja Hiemer, die im 5. Semester Sozialwirtschaft in Kempten studiert, entwickelte während ihres Praxissemesters am Marktoberdorfer Rathaus die passende Form für den Fragebogen. Damit die Bögen so schnell wie möglich ausgewertet werden können, tüffelt Hiemer derzeit noch an einem Erfassungsbogen. Bis zum Freitag, 5. Februar, sollten alle Eltern von Kindergartenkindern ihre Bögen wieder abgeben. Die Eltern von Grundschülern haben bis zum Dienstag, 9. Februar, Zeit. Wichtig ist Werner Himmer, dass „die Rücklaufquote bei den Fragenbögen sehr hoch“ ist, so dass die Stadt, die Lenkungsgruppe und auch die Stadträte mit den Ergebnissen sinnvoll arbeiten können. Die Teilnahme erfolgt natürlich anonym. Marktoberdorfs Bürgermeister ist es wichtig, dass die Fragebögen nicht in irgendeiner „Schublade im Rathaus“ verschwinden, sondern aktiv damit gearbeitet wird. Bereits Mitte/Ende Februar werden die Ergebnisse der Auswertung erwartet.

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