Faszination Handwerk

Das gemeinsame Ziel, die Menschen für Neugablonz zu begeistern, ist den Organisatoren überaus erfolgreich gelungen. Sowohl am „Wirtschafts- und Tourismusfachtag“ als auch beim „Erlebnistag“ war das Interesse der Besucher aus nah und fern in den Ausstellungen des Bundesverbandes der Gablonzer Industrie und im Isergebirgs-Museum aber auch bei den angebotenen Werksbesichtigungen offenkundig.

Etwa 100 Teilnehmer aus den Bereichen Tourismus, darunter Reiseveranstalter, Hoteliers und Repräsentanten von Fremdenverkehrsämtern, und Wirtschaftsvertreter von Donau-Ries bis zum Bodensee kamen zum 1. Wirtschafts- und Tourismusfachtag nach Neugablonz. Im Rahmen eines kompakten Ablaufs wurden sie von Oberbürgermeister Stefan Bosse gemeinsam mit den Verant- wortlichen der verschiedenen Institutionen über die Vielfalt von Neugablonz informiert. Das Fachpublikum erfuhr aus erster Hand, welche Möglichkeiten sie haben, Besucher nach Neugablonz zu schicken und ihnen dann ein interessantes Programm zu bieten. „Einige Reiseveranstalter haben bereits angekündigt, Neugablonz verstärkt aufzunehmen, da es hier doch viel spannender sei als sie es erwartet hatten“, fasst Thomas Nölle, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Gablonzer Industrie, erste positive Resonanzen zusammen. Am darauffolgenden Samstag hatte dann jeder Bürger Gelegenheit, den Stadtteil auf eigene Faust zu erkunden. Schon um kurz nach 10 Uhr strömten die Menschen ins Gablonzer Haus, um an den ersten Führungen teilzunehmen, freut sich Carola Diller vom Stadtmarketing Kaufbeuren. Besonders beliebt ist die Bunkerführung; die Vormittagsgruppe zieht mit 60 Interessenten los, um die Wurzeln des Stadtteils zu erforschen. Viel Aufwand und Mühe haben einige Schüler und Lehrer der Berufsfachschule für Glas und Schmuck auf sich genommen, um im Foyer des Gablonzer Hauses eine „lebende Werkstatt“ aufzubauen. An mehreren Arbeitsplätzen haben die jungen Künstler anhand von praktischen Vorführungen gezeigt, welche Berufe an der Fachschule gelehrt werden. Das Gablonzer Siedlungswerk präsentierte ebenfalls im Vorraum ihre Pläne über derzeitige In- vestitionen zur attraktiveren Gestaltung von Wohn- und Geschäftshäusern in Neugablonz. Ein Kommen und Gehen herrschte den ganzen Tag über auch bei den drei Neugablonzer Betrieben, die für Werksbesichtigungen ihre Pforten öffneten. Glasdrücken in traditioneller Weise am Ofen gab es bei Fried- rich Seibt Glasfabrikation zu bewundern. „Wir fertigen Glasperlen, -steine und -knöpfe. Die meisten Besucher sind erstaunt, wie viel Handarbeit dahinter steckt“, erläutert Inhaber Peter Seibt. Ebenfalls das Glasdrückverfahren, allerdings hier für Produkte der Medizin- und Technik-Branche, stand bei der Schäfer Glas GmbH im Mittelpunkt. Den Perlenwicklern konnten die Gäste bei Gubo und Sohn über die Schulter schauen. Lediglich in manchen Einzelhandelsgeschäften, die für den Erlebnistag eigens bis 16 Uhr geöffnet blieben, ließ ab Mittag die Kundenfrequenz doch deutlich nach. Die Mini-Galvanikanlage der Hübner GmbH und die Vorführung des Kalt-Emallierens von Sussmann & Steinhauser waren die Anziehungspunkte im Haus der Gablonzer Industrie. In der Erlebnisausstellung des Bundesverbandes bekamen die Besucher einen umfassenden Eindruck von dem breiten Spektrum der Produkte, die von den Firmen in Neugablonz hergestellt werden. Dazu zählen neben den Schmuck und Deko-objekten auch Komponenten und Bauteile für die industrielle Fertigung. Der 1. Erlebnistag Neugablonz war ein voller Erfolg, „eine Fortsetzung ist vorstellbar“, meint daher Thomas Nölle, seitens der Organisatoren des Bundesverbandes der Gablonzer Industrie.

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