25 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit der "Offenen Behindertenarbeit Kaufbeuren-Ostallgäu"

Erfolgsmodell feiert Geburtstag

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„Das Leben ist bunt“, zeigten die zehn Mitglieder der Gruppe des Theaterprojekts „Herzklopfen“ bei der Aufführung ihres Tanz- und Theaterstücks.

Marktoberdorf – Die vier Träger der „Offenen Behindertenarbeit Kaufbeuren- Ostallgäu“ – das Bayerische Rote Kreuz, die Caritas, die Lebenshilfe Ostallgäu und die Katholisch-Evangelische Sozial- station Kaufbeuren – blicken auf 25 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit zurück.

Gleich vier Träger leiten die Offene Behindertenarbeit (kurz OBA) im Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren. Was vom Bayerischen Sozialministerium so eigentlich nicht vorgesehen war, entwickelte sich im Allgäu jedoch zu einem Erfolgsmodell. Seit mittlerweile 25 Jahren setzten sich das Bayerische Rote Kreuz, die Caritas, die Lebenshilfe Ostallgäu und die Katholisch-Evangelische Sozial- station Kaufbeuren ein. Was vielerorts nicht gelinge, habe sich hier durch einen außergewöhnlichen Teamgeist zu einem „einzigartigen Erfolgsrezept“ entwickelt, so Thomas Hofmann vom BRK. 

Durch die konstruktive Zusammenarbeit der vier Trägerorganisationen sei es gelungen, die „bestehenden Strukturen und Stärken der einzelnen Träger in der OBA“ zu „bündeln“. Auch die Unterstützung von rund 200 ehrenamtlichen Mitarbeitern und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen vor Ort wie beispielsweise dem Kreisjugendring, den Wertachtalwerkstätten, der Frühförderung Marktoberdorf oder der Arbeiterwohlfahrt in Füssen und Marktoberdorf hätten dazu beigetragen, dass in den vergangenen 25 Jahren ein „großes Netzwerk“ entstanden sei. „So stelle ich mir die OBA eigentlich in ganz Bayern vor“, so das Resümee Hofmanns. 

Von den Anfängen 

Ein humorvoller Rückblick von den Vertretern der vier Träger, die seit der Gründung der OBA Kaufbeuren-Ostallgäu vor nunmehr 25 Jahren gemeinsam das Ziel verfolgen, „Angebote für Menschen mit Behinderung auf den Weg“ zu bringen, bot zugleich Einblicke in die Arbeit der OBA. 

Was in den vergangenen 25 Jahren im Bereich der Behindertenarbeit bewegt werden konnte, zeigten Anekdoten aus den Anfängen der OBA: in einer Zeit, in der an eine barrierefreie Fortbewegung in der Öffentlichkeit noch nicht zu den-ken war und „eigentlich noch kaum einer wusste, was Offene Behindertenarbeit eigentlich bedeuten sollte“. Mit dem Stichwort „Sozialraumorientierung“ spannte Renate Dantinger vom Bayerischen Roten Kreuz den Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft und verwies auf die bevorstehende Aufgabe der OBA zur Umsetzung der Inklusion: Man wolle „für eine offene Gesellschaft sorgen, in der Teilhabe für Menschen mit Behinderungen möglich wird“. 

Projekt Herzklopfen 

Anlässlich des Jubiläums der OBA präsentierte die Gruppe des Projekts „Herzklopfen“ der Theaterschule „mobilé“ ein „erstes Arbeitsergebnis aus bisher sechs Stunden“ Theaterarbeit, so Monika Schubert, Leiterin des „mobilé“. Hier stehen behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsam auf der Bühne. „Herzklopfen“, ein Musik-Theater-Projekt, das in Zusammenarbeit mit der OBA des Caritasverbandes entstanden ist und von der Aktion Mensch finanziell unterstützt wird, zeigt, wie Inklusion gelingen kann. 

Dass Teilhabe nicht nur für Menschen mit Handicap eine Bereicherung darstellt, sondern dazu beiträgt, dass auch das Leben in unserer Gesellschaft ein bisschen „bunter“ wird, ist auch im Theaterstück der Gruppe angeklungen. von Sabrina Hartmann

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