"Vielfalt als Chance"

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Ein Zeichen für gegenseitigen Respekt und Toleranz setzen: Das war das Ziel des Benefizkonzertes „Flagge zeigen!“. Das Konzert war eine der Hauptveranstaltungen des letztjährigen Festivals der Vielfalt, bei dem viele Künstler ein buntes Programm auf der Freilichtbühne am Kirchplatz St. Martin präsentierten.

Kaufbeuren – Herbstzeit ist Festivalzeit in Kaufbeuren: Seit bereits dreizehn Jahren bereichert das Festival der Vielfalt den Veranstaltungskalender der Stadt. Heuer mit 27 Einzelveranstaltungen, zu erleben unter dem Motto „Vielfalt als Chance“. Hierbei können die Besucherinnen und Besucher vom 23. September bis 3. Oktober eine spannende Mischung aus Theater-, Musik- und Sportveranstaltungen, Kursen, Ausstellungen und Vorträgen erleben.

Seitdem die Macher – die städtische Abteilung Kaufbeuren-aktiv und die Dreifaltigkeitskirche – das Festival ins Leben gerufen haben, ist deren Motivation, eine zeitgemäße Integrationspolitik anzubieten, welche die Menschen verschiedenster Religionen und Kulturen zusammenführt: „Die Entwicklungen der jüngsten Zeit zeigen auf, wie wichtig es ist, die Chancen des Themas Integration intensiv wahrzunehmen und im Alltag konkret umzusetzen“, betont dazu Theresa Eberle, Leiterin von Kaufbeuren-aktiv. „Nur wir alle gemeinsam können etwas gegen die Abgrenzung gegenüber dem vermeintlich Fremden tun, indem wir einen Blick auf die gesamte bunte Welt unserer Gesellschaft richten und die vielen darin liegenden positiven Aspekte erkennen.“

Dazu bietet gleich das Startwochenende beste Gelegenheit. Die Auftaktveranstaltung am Freitag, 23. September greift mit dem Titel „Alle anders – alle gleich?!“ die gesamte Palette des Themas Vielfalt auf. Von einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik und sozialen Institutionen mit dem Titel „Wie gehen wir mit Vielfalt um?“ bis hin zum Comedian mit Migrationshintergrund dürfen die Besucher auf ein facettenreiches Abendevent gespannt sein. Gleich am Samstag, 24. September folgt dann der ganztägige spielerisch-sportliche Aktionsmarathon „Alle in Bewegung“, zu dem „jeder von 0 bis 99“ eingeladen ist. Das umfangreiche Programm verspricht den Teilnehmern die Möglichkeit, sich zwanglos über gemeinsames Aktivsein kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und dadurch vermeintliche Vorurteile abzubauen.

Im Verlauf der weiteren elf Festivaltage reihen sich vielfältige Programmpunkte für alle Altersgruppen und Geschmäcker aneinander. Kinder spielen und basteln beim Aktionsnachmittag „Miteinander leben – voneinander lernen“, erleben „Die Welt in Büchern“, amüsieren sich im Kasperltheater oder im Hip-Hop-Kurs. Sowohl für Kinder als auch Erwachsene bieten Schnupperstunden die Möglichkeit die defensive Kampfkunst Aikido kennenzulernen. Eltern können sich zudem rund um die zweisprachige Erziehung informieren. An Jugendliche und junge Erwachsene wendet sich die Kulturwerkstatt mit ihrem Jugendstück „Homevideo“. Für diese ist auch der Nachmittag „Begegnung in Kirche und Moschee“ gedacht. Hier erklären muslimische Jugendliche und junge Christen ihren Glauben und bieten einen offenen Austausch darüber an.

Das Jugendzentrum richtet zudem mit seiner JuZe-Rallye einen internationalen Wettbewerb in drei Disziplinen aus und lädt zur Refugees Party. Für das erwachsene Publikum bietet die Volkshochschule Vorträge an, einen davon in Kooperation mit dem Arbeitskreis Asyl. Das internationale Frauenfrühstück lädt zur persönlichen und kulinarischen Begegnung mit verschiedensten Kulturen ein. Die „Cool! Fool?“ Comicausstellung zeigt im KunstRaum querKUNST die Ergebnisse aus einem Workshop mit jungen Menschen aus aller Welt. Daneben bereichern Konzerte und Musikveranstaltungen das Festivalprogramm.

„Ich bin begeistert, dass es allen Beteiligten mit diesem Programm gelungen ist, das Motto „Vielfalt als Chance“ so abwechslungsreich abzubilden“, blickt Alfred Riermeier, Leiter des Jugend- und Familienreferates der Stadt dem Festival mit Vorfreude entgegen. „Es bietet dadurch wirklich jedem die Möglichkeit seinen Horizont zu erweitern und neue Blickwinkel einzunehmen.“

Eine Gesamtübersicht über alle Veranstaltungen des Festivals, das vom Bundesprogramm Demokratie leben! sowie vom Integrationsbeirat der Stadt Kaufbeuren gefördert wird, findet sich im Internet unter www.kaufbeu­ren-aktiv.de/festival. Außerdem finden sich die Termine unter der Rubrik Leserservice im Kreisbote.

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