Naturschutzgebiet geplant

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Das Moorgebiet zwischen Korbsee und Dachssee soll als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. Idyllisch ist es am Dachssee (unser Foto) allemal – auch im Regen.

Marktoberdorf – Die Regierung von Schwaben beabsichtigt das Moorgebiet zwischen Korbsee und Dachssee in der Gemeinde Bidingen und der Stadt Marktoberdorf als Naturschutzgebiet „Filzmoos mit Korbsee und Dachssee“ neu auszuweisen.

Im Zuge des Inschutznahmeverfahrens bat die Regierung von Schwaben das Landratsamt Ostallgäu, die Stadt Marktoberdorf und die Verwaltungsgemeinschaft Biessenhofen, den Verordnungsentwurf und die Schutzgebietskarte zur allgemeinen Einsichtnahme auszulegen. Die Unterlagen werden für die Dauer eines Monats öffentlich ausliegen. Ort und Zeit werden ortsüblich bekannt gemacht. 

Während der Auslegung können beim Landratsamt Ostallgäu, der Stadt Marktoberdorf und der Verwaltungsgemeinschaft Biessenhofen oder bei der Regierung von Schwaben, Fronhof 10 in Augsburg, Bedenken und Anregungen vorgebracht werden. 

Die Moore im Gebiet zwischen Korbsee und Dachssee sind Teil der großflächigen, noch weitgehend intakten Moorgebiete im Allgäuer Voralpengebiet. Die eng verzahnten Hochmoore und Streuwiesenflächen zählen wegen ihres Strukturreichtums zu den floristisch bedeutenden Mooren und den arten- und individuenreichen Lebensräumen bedrohter Tierarten. „Deshalb wurde das Moorgebiet zwischen Korbsee und Dachssee gemäß dem Arten- und Biotopschutzprogramm für den Landkreis wegen seiner hohen naturschutzfachlichen Wertigkeit zur Inschutznahme als Naturschutzgebiet vorgeschlagen“, sagt Karl-Heinz Meyer, Pressesprecher der Regierung von Schwaben. 

Die naturschutzfachliche Wertigkeit des Gebiets zeigt sich insbesondere durch das Vorkommen repräsentativer, großflächiger und in vielen Bereichen gut erhaltener Hoch- und Übergangsmoore am nördlichen Verbreitungsrand dieses Lebensraumtyps in Südbayern. Auch die Vernetzung von Wald-, Offenland und Moorlebensräumen und der naturnah erhaltene Toteissees mit umgebender Verlandungsvegetation und Schwingrasen tragen dazu bei. Ein weiterer Punkt ist laut Meyer das Vorkommen seltener Eiszeitrelikte wie Kleine Teichrose und Strauch-Birke sowie ein hoher Anteil an landesweit und zum Teil bundesweit stark gefährdeten Arten und Lebensräumen. 

Durch die Zustandserfassung im Jahr 2011 konnten 41 bayernweit vom Aussterben bedrohte oder hochgradig gefährdete Arten nachgewiesen werden, so der Pressesprecher. Die bisherigen Nutzungen werden nicht eingeschränkt. Trinkwasser- und Hochwasserschutz bleiben laut Meyer gewährleistet.

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