Ein finanzielles Kraftpaket

Wesentlichen Anteil am Anstieg der Verschuldung haben dringend notwendige Investitionen im Bereich der Wasserversorgung.

„Mit rund 33,5 Millionen Euro Gesamtvolumen und knapp zehn Millionen Euro an Investitionen ist der vorgelegte Haushalt ein Kraftpaket, das sich sehen lassen kann“, so der Buchloer Bürgermeister Josef Schweinberger bei der abschließenden Beratung und Abstim- mung zum Haushalt im Stadtrat. Im Verwaltungshaushalt zeigt sich aktuell eine Verbesserung gegenüber der im Haushalt 2011 aufgestellten Finanzplanung für das Jahr 2012. Der Vermögenshaushalt wird wiederum zu einem gewissen Teil von Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen geprägt, die in den Vorjahren begonnen oder geplant wurden. Die Schulden steigen auf 1.860 Euro pro Einwohner.

Stadtkämmerer Dieter Streit erläuterte dem Stadtratsgremium das umfangreiche Zahlenwerk ausführlich. Dabei wurde deutlich, dass gerade im Verwaltungshaushalt fixe Kosten in einer Größenordnung von fast 14 Millionen Euro auftreten, an denen man nicht vorbeikommt, wie zum Beispiel die Kreisumlage, Personalkosten oder Kosten für den Unterhalt von Infrastruktur sowie Betriebskosten für Strom. Die Verschuldung wird im laufenden Jahr zwar um rund 2,5 Millionen Euro auf 22,6 Millionen Euro ansteigen. Trotz Neuaufnahme von Krediten in Höhe von sechs Millionen Euro kann durch 1,7 Millionen Euro ordentliche und 1,9 Millionen außerordentliche Tilgungen der Schuldenstand aber niedrig gehalten werden. Wesentlichen Anteil am Anstieg der Verschuldung haben die dringend notwendigen Investitionen im Bereich des Brandschutzes (neues Feuerwehrgerätehaus) und der Wasserversorgung (neue Wasserbehälter und Betriebsgebäude). Durch diese Finanzierungen hat sich das Gesamt- Investitionsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Millionen auf 10,1 Millionen Euro gesteigert. Aus der allgemeinen Rücklage, die zum Jahresbeginn einen Stand von drei Millionen Euro aufwies, ist zur Finanzierung der Ausgaben im Vermögenshaushalt eine Entnahme von 2,9 Millionen Euro vorgesehen, wovon 1,9 Millionen zur außerordentlichen Tilgung bestehender Darlehen verwendet werden. Fraktionen stimmen zu Josef Rid (FWV) verwies auf die sinnvoll angelegten freiwilligen Leistungen für das Ehrenamt und sah die Gelder ins- besondere im Umweltschutz gut angelegt. Auch Herbert Barthelmes (CSU) sprach angesichts der vorgelegten Zahlen von einem guten Haushalt. Monika Strohmayer (SPD) zeigte sich über die gestiegene Einkommensteuer erfreut, verwies aber darauf, dass alles, was jetzt gebaut werde, die nachfolgenden Generationen zu tragen hätten. Rudolf Grieb (UBI) betonte die Unterstützung seiner Fraktion für Investitionen. Er lobte die Rücklagepflege und machte den Vorschlag für einen langfristig auf zehn Jahre angelegten Schuldenabbau.

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