Fortführung der militärischen Flugsicherungsausbildung in Kaufbeuren ab 2017

Flugsicherung bleibt in Kaufbeuren

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Die Flugsicherungsausbildung bleibt in Kaufbeuren.

Kaufbeuren – Wie jetzt bekannt wurde, wird die Durchführung der Flugsicherungsausbildung im Rahmen einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) ab 2017 in Kaufbeuren erfolgen.

Gute Nachrichten für die Stadt Kaufbeuren und die gesamte Region gibt es aus dem Berliner Bundesverteidigungsministerium: Die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) wird auch künftig die Flugsicherungsausbildung für die Bundeswehr in Kaufbeuren als zivilmilitärisches Kooperationsmodell fortführen. Das teilte die Staatskanzlei jetzt in einer Presseerklärung mit. „Die Fortführung der militärischen Flugsicherungsausbildung sichert Arbeitsplätze und stärkt Kaufbeuren als Wirtschaftsstandort. Das ist gut für die Stadt und die gesamte Region. Der langjährige und massive Einsatz der Bayerischen Staatsregierung - allen voran von Ministerpräsident Seehofer - für den Erhalt der Flugsicherung in Kaufbeuren hat sich gelohnt“, so Staatskanzleiminister Dr. Marcel Huber.

Wie mehrfach berichtet, will der Bund den Bundeswehrstandort in Kaufbeuren voraussichtlich Ende 2017 schließen. Damit stellt sich unter anderem die Frage der weiteren Nutzung des rund 240 Hektar großen Fliegerhorstes. „Mit der aktuellen Entscheidung ist klar, dass Kaufbeuren viele Arbeitsplätze und einen wichtigen Wirtschaftsfaktor behält“, so Staatskanzleiminister Huber. „Die Fortführung der militärischen Flugsicherungsausbildung ist ein deutlicher Beitrag für die Konversion an diesem Standort, der die Folgen der Standortauflösung spürbar abfedert.“

Huber unterstrich, dass der Freistaat auch weiter seine Kommunen bei der Bewältigung der Militärkonversion unterstützen werde. Hier wurde und wird viel auf den Weg gebracht, so etwa im Bereich der Stadtplanung, der strukturellen Aufwertung von Stadtzentren, der FAG-Maßnahmen mit jeweils höchstmöglichem Fördersatz sowie der Errichtung von überregionalen Konversionsmanagements. Der Staatskanzleiminister abschließend: „Kaufbeuren befindet sich auf einem sehr guten Weg, um die Konversion zu bewältigen. Und der Freistaat Bayern wird Kaufbeuren auch weiterhin auf diesem Weg begleiten.“ So hat die Staatsregierung zur Stärkung der Region unlängst beschlossen, im Rahmen der Behördenverlagerung 116 Beschäftige und 70 Studierende nach Kaufbeuren zu bringen.

Weitere Stimmen zur Entscheidung folgen im Laufe des Tages. Einen zusammenfassenden Bericht lesen Sie zudem in der kommenden Wochenend-Ausgabe des Kreisboten.

Von Kai Lorenz

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