Freundeskreis unterstützt seit zehn Jahren Arbeit am Klinikum KF

Herzstück des Verbundes

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Ärztliche Direktorin und Chefärztin Marianne Mayer und Chefarzt Dr. Wolfgang Schnitzler bedankten sich mit einem Präsent beim 1. Vorsitzenden vom Freundeskreis des Klinikums Kaufbeuren-Ostallgäu e.V. Gerhard Bucher (li.) für die in den zurückliegenden zehn Jahren geleistete Arbeit.

Kaufbeuren – „Unser Verein wurde im Jahr 2005 mit dem Ziel gegründet, unser Klinikum ideell und materiell zu unterstützen, zu fördern, es bei seinen Aufgaben zu begleiten und zu beraten“, so Vorsitzender Gerhard Bucher, 2. Bürgermeister der Stadt Kaufbeuren, bei der Begrüßung anlässlich der „Geburtstagsfeier“ beim Freundeskreis des Klinikums Kaufbeuren-Ostallgäu e.V. Seit Juli 2005 führt er zusammen mit Richard Ficker den Verein, dem damals bei seiner Gründung im Kaufbeurer Parkrestaurant 22 Personen angehörten.

Heute sind es 74 Mitglieder, die durch ihre Mitgliedsbeiträge, Spenden und Erlöse aus Veranstaltungen und sonstigen Aktivitäten für die Umsetzung der gesteckten Ziele eintreten. Laut Gerhard Bucher soll ein Nahziel sein, möglichst bald das hundertste Mitglied aufnehmen zu können. Auch würden dringend, so der Vorsitzende, geeignete Frauen und Männer als ehrenamtlich tätige unabhängige Vermittler zwischen dem Klinikum und seinen Patienten gesucht. Oberbürgermeister Stefan Bosse dankte in seinem Grußwort dem Freundeskreis für sein aktives Eintreten und die Umsetzung zahlreicher Maßnahmen, wo vonseiten der Kostenträger keine finanzielle Unterstützung zu erwarten war. So konnte in den zurückliegenden Jahren eine Umstiegshilfe zum Patiententransport beim Hubschraubereinsatz in Kaufbeuren angeschafft werden. 

Dank des Freundeskreises war die Ausgestaltung der neuen Kinderstation möglich, die Neuanschaffung von zwölf Kinderbettchen, die Förderung eines Vis-a-Vis Spezialbettes und eines Klaviers für die Palliativstation, und die Anschaffung von Stühlen für die diabetische Ambulanz. Für ein Kreuz in der Klinikkapelle St. Raphael konnten knapp 4.000 Euro bereitgestellt werden. Außerdem wurde durch Vereinsmitglieder bei „Tagen der offenen Tür“ das Klinikum durch Kuchenverkauf und anderweitige Aktionen tatkräftig unterstützt. Durch die Herausgabe eines Buches über die Krankenhausgeschichte Kaufbeurens von Hermann Brust, erhältlich an der Klinikpforte, erhofft man sich zusätzliche Einnahmen, um weitere anstehende Aufgaben bewältigen zu können. Kaufbeurens Oberbürgermeister erinnerte auch an schwerwiegende Entscheidungen hinsicht- lich des Klinikverbundes Kaufbeuren-Ostallgäu, wobei sogar eine Privatisierung zur Debatte stand. Zwischenzeitlich sei Kaufbeuren, wie Landrätin Maria Rita Zinnecker erklärte, das unumstrittene Herzstück des Klinikverbundes. 

Es gelte auch künftig, die hohe Leistungsfähigkeit des Klinikums zu erhalten, damit sich auch in Zukunft Patientinnen und Patienten gut betreut fühlen und für ein positives Image sorgen. Speziell auf diesem Gebiet würden Fördervereine – wie der Kaufbeurer Freundeskreis – eine wichtige Rolle spielen. Dabei komme es nicht auf die Mitgliederzahl an, sondern auf das, was geleistet und an positiven Nachrichten nach außen getragen werde. Privat-Dozent Dr. Markus Rauchenzauner, Leiter der Pädiatrie, stellte in seinem Vortrag sein Team vor und berichtete von einer Kooperation mit der Universität Innsbruck. So wolle man vor allem diagnostische Mehoden ausbauen und erweitern, sowie die Aus- und Weiterbildung entsprechend fördern. Ärztliche Direktorin und Chefärztin Dr. Marianne Mayer und Chefarzt Dr. Wolfgang Schnitzler dankten zum Abschluss dem 1. Vorsitzenden Gerhard Bucher für die in den zurückliegenden zehn Jahren geleistete Arbeit. Beifall und Anerkennung gab es auch für das Kaufbeurer Streicherensemble unter der Leitung von Marita Knauer. von Klaus-Dieter Körber

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