Marktoberdorf überarbeitet Umweltförderprogramm

Erster Versuch gescheitert

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Bisher konnten Marktoberdorfer Haushalte für die Beschaffung besonders energieeeffizienter Elektrogeräte bei der Stadt Zuschüsse in Höhe von 150 Euro beantragen. Dies soll sich im kommenden Jahr ändern.

Marktoberdorf – Die erste Auflage des Umweltförderprogramms der Stadt Marktoberdorf hat nicht die gewünschten Effekte erzielt. Dennoch will die Stadt das Förderprogramm nicht verwerfen, sondern im kommenden Jahr in einer optimierten Version wieder Zuschüsse für festgelegte Umweltmaßnahmen an die Bürger auszahlen.

Bei dem Umweltförderprogramm handle es sich laut Auskunft von Richard Siegert, Gebäude- und Energiemanager der Stadt Marktoberdorf, um eine „freiwillige Leistung der Stadt“, deren Ziel es sei, „den Bürgerinnen und Bürgern einen Anreiz zur Umsetzung energiesparender Maßnahmen zu geben“. 

Förderfähig waren Energiesparberatungen, energetische Sanierungsmaßnahmen und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz wie beispielsweise die Beschaffung besonders energieeffizienter, sogenannter „Weißer Ware“, also elektronischer Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Spülmaschinen oder Kühlschränke, aber auch der Austausch alter Heizungen gegen Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien oder der Austausch von Umwälzpumpen. 

Nicht praxistauglich Allerdings erwies sich das ausgearbeitete städtische Förderprogramm in der Umsetzung als nicht praxistauglich. Bereits Mitte des Jahres seien die Fördermittel ausgeschöpft gewesen, was dazu geführt habe, dass zahlreiche Anträge abgelehnt hätten werden müssen, so Siegert. Des Weiteren seien die Mittel überwiegend zur Beschaffung „Weißer Ware“ in Anspruch genommen worden.

 „So, wie es im Moment gelaufen ist, war es nicht sehr erfolgreich“, so das Resümee von Stadtrat Erich Nieberle (SPD). Aus diesem Grund hat der Stadtentwicklungs-, Wirtschafts-, Tourismus und Umweltausschuss das aktuelle Förderprogramm, dessen Gültigkeit eigentlich auch für das Jahr 2015 eingeplant war, mit sofortiger Wirkung außer Kraft gesetzt. Trotz den Schwächen des aktuellen Programms will die Stadt Marktoberdorf aber grundsätzlich an der Idee der Förderprämien festhalten. 

Aus diesem Grund soll Anfang des neuen Jahres vom Umweltausschuss der Stadt Marktoberdorf eine neue, optimierte Version des Förderprogramms ausgearbeitet werden. Dort wolle man dann voraussichtlich einen größeren Schwerpunkt auf die Energiesparberatungen legen, um den Grundgedanken des Förderprogramms besser umzusetzen, nachhaltige umweltfreundliche Investitionen auszulösen – anstatt lediglich Vergünstigungen bei der Beschaffung von Elektrogeräten bereitzustellen, so Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell. von Sabrina Hartmann

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