Nach einer eindrucksvollen Generalprobe macht das Wetter den Endspurt spannend

freiflug im Wechselbad

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Sehenswerte Darbietungen beim ersten Straßenkunstfestival „freiflug“ in Kaufbeuren.

Kaufbeuren – Das erste Straßenkulturfestival Kaufbeurens „freiflug“ hat am Wochenende rund 3.500 Menschen neugierig gemacht. Nach einer Woche Arbeit in Turnhallen, Parks und Schulhöfen und einer weiteren Woche Proben bei schönstem Spätsommerwetter in der Kaiser-Max-Straße waren die Prognosen für das finale Wochenende jedoch alles andere als beruhigend.

Die Stadt Kaufbeuren als Veranstalter entschied daher in Abstimmung mit der Künstlerischen Leiterin, Dr. Martina Taubenberger, die Generalprobe am Samstagabend zu einem öffentlichen Durchlauf zu machen. Eine gute Entscheidung, wie sich zeigte: Rund 1.500 Besucher in der Altstadt verbreiteten geradezu Premieren- stimmung. Bei idealer Witterung applaudierten sie begeistert den Darbietungen der Profis wie Andi Ruby oder VJ Pixelschubser an der Rathausfassade sowie den über 100 Kaufbeurer Mitwirkenden. 

Der Sonntag wurde dann für alle Beteiligten zu einer organisatorischen Herausforderung. Immer wieder sahen sich die Verantwortlichen gezwungen, auf die stündlich wechselnden Wettervorhersagen zu reagieren. Programmpunkte samt dazugehöriger Technik und Personal mussten zeitlich oder örtlich verlegt werden. „Da lief natürlich längst nicht alles so rund, wie wir uns das gewünscht hätten“, räumt Johanna Klüpfel von der Kulturförderung der Stadt Kaufbeuren ein. 

„Es war fantastisch, die Begeisterung der Kaufbeurer Talente von Anam Cara, Dance Soulution oder vom Turnverein Kaufbeuren bei der Zusammenarbeit mit den externen Profis zu spüren“, berichten Projektleiterin Klüpfel und Martina Taubenberger übereinstimmend. Die Vorbereitungen für die Abendshow verlangten den Beteiligten dann noch einmal ein robustes Nervenkostüm ab. Ab dem späteren Nachmittag strömte der Regen und schien kein Ende zu finden. Erst kurz vor dem technischen Aufbau gab es Hoffnung auf eine kleine Regenpause. Unter Hochdruck bewerkstelligte das gesamte Team die Vorbereitungen für die über einstündige Abendshow, die dann tatsächlich bis zum Schlussapplaus im Trockenen stattfinden konnte. Für Regie und Künstler bedeutete die ungewisse Wetterlage, noch in der laufenden Show über das Risiko einzelner spektakulärer Highlights entscheiden zu müssen. Keine leichte Aufgabe für sämtliche Akteure. Doch die Reaktionen der Zuschauer entschädigten für den enormen Aufwand und bestätigten die Tragfähigkeit und Akzeptanz des freiflug-Konzepts für Kaufbeuren. 

Dafür verantwortlich zeichnet die künstlerische Leitung Dr. Martina Taubenberger. Ziel ist es, die Stärken der Kaufbeurer Jugendkultur-Szene mit professioneller Unterstützung zu fördern und der Öffentlichkeit zu präsentieren.. „Wir haben gesehen, wie viel Potential und Begeisterungsfähigkeit in diesem Konzept stecken“, erklärte Klüpfel und fügt hinzu: „Die kommenden Wochen werden einer gründlichen Analyse gehören, damit sich alle Beteiligten darüber klar werden, in welcher Form und welchen Intervallen Kaufbeuren künftig zum freiflug ansetzt.“ von kb

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