Erste Eindrücke vom neuen Museum

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Alles auf der Spur: Für Sponoren, Helfer und Politik hatte der Verein Feuerwehrmuseum Kaufbeu­ren-Ostallgäu e. V. am vergangenen Samstag einen Tag der offenen Tür veranstaltet. Besonders freuten sich Hubert Weikmann (li.) und Helmut Winkler (re.) über den Besuch des Staatssekretärs Franz Pschierer (CSU, 3. v. li.) und Kaufbeurens 3. Bürgermeister Ernst Holy (2. v. re.).

Kaufbeuren – Wie geht es voran mit dem Feuerwehrmuseum Kaufbeuren? Eine Frage, die der Feuerwehrverein am vergangenen Samstag vor allem den bisherigen Sponsoren und Helfern beantworten wollte.

Sie konnten sich bei einem kleinen Imbiss und ersten Führungen durch die neue Halle davon überzeugen, dass die Unterstützung gut angelegt ist. „Das Projekt befindet sich auf der Zielgeraden. Wenn alles so weiter läuft, können wir unseren Zeitplan einhalten und im Herbst eröffnen“, so der 1. Vorsitzende des Museumsvereins, Helmut Winkler.

Lange haben sie um „ihr Museum“ gekämpft: Nicht zuletzt durch vermehrte Öffentlichkeitsarbeit und das Werben von Mitgliedern und Sponsoren hat der Feuerwehrverein Kaufbeuren es möglich gemacht, dass die historischen Exponate aus der Feuerwehrgeschichte Kaufbeurens und des Landkreises künftig einen neuen Platz auf dem Kaufbeurer Momm-Gelände finden. Um den bisherigen Förderern zu zeigen, wie der aktuelle Stand der Dinge ist, gab es am vergangenen Samstag eine kleine geschlossene Veranstaltung für Vereinsmitglieder, Sponsoren und Helfer – „um zu zeigen, dass die bisherige Hilfe und finanzielle Unterstützung gut angelegt ist und natürlich auch, um weitere Unterstützer zu gewinnen“, so der Vorsitzende des Vereins Feuerwehrmuseum Kaufbeuren-Ostallgäu Helmut Winkler.

Auch einige Kaufbeurer Stadträte waren gekommen, außerdem der CSU-Landtagsabgeordnete Franz Pschierer. Er selbst sei vor rund zwei Jahren zum letzten Mal auf dem Gelände gewesen – „Was hier entsteht, ist einfach toll. Das Feuerwehrmuseum hier unterzubringen, ist ideal, auch hinsichtlich der bereits vorhandenen Industriearchitektur“. Als Anziehungspunkt erwies sich das Museum aber am Samstag nicht nur für die geladenen Gäste, sondern auch für einige Bürger, die den nahen Büchermarkt des Lions-Clubs besucht hatten und anschließend spontan die Gelegenheit nutzten, auch einmal beim Feuerwehrmuseum vorbei zu schauen. Wer wollte, bekam auch gleich eine Führung durch die bislang untergebrachten Exponate und über die Baustelle.

2300 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Im Untergeschoss sind derzeit bereits einige der historischen Fahrzeuge untergebracht, außerdem ein Modell des neuen Museums, das Feuerwehrmitglied Robin Marxer in rund 1000 Stunden Feinarbeit gefertigt hat. „Ein Beispiel für das Engagement und die Kreativität, die die Feuerwehrler beim gesamten Ringen um das Museum an den Tag legen“, so Kaufbeurens 3. Bürgermeister Ernst Holy. Rund 2300 Stunden ehrenamtliches Engagement haben die Feuerwehrler in den vergangenen Monaten in die Renovierung der neuen Museumsräume gesteckt. 

Helmut Winkler erklärte derweil, wie es nun zukünftig weiter gehen soll. Als nächste Arbeiten stehe nun das Fließenlegen im Obergeschoss an, so Winkler, außerdem soll der Nachbau eines Feuerschutzbunkers aus dem 2. Weltkrieg fertiggestellt werden. Ebenfalls entstehen soll in der oberen Etage, die derzeit noch komplett leer steht, ein Bistro für die künftigen Museumsbesucher.

Auch bei der Finanzierung des Projekts ist man noch nicht ganz am Ziel angelangt: Die Entscheidung über einen Zuschuss der Landesstelle für nichtstaatliche Museen steht noch aus, ebenso die Entscheidung über eine Finanzspritze der Regierung von Schwaben, deren Entscheidung für Mitte Oktober erwartet werde, so Hubert Weikmann, 1. Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Kaufbeuren.

Viele Helfer

Ebenso wichtig wie finanzielle Fördermittel sei aber tatkräftige Hilfe, so Winkler. „Da geht es nicht nur um Geld, sondern auch Arbeitsleistung oder Material“. Darauf sei man, von Bürgerseite oder auch von regionalen Unternehmen, weiterhin angewiesen. „Unser Dank geht an alle, die in der Vergangenheit oft spontan und ohne große Worte bei der Renovierung der neuen Räume mitgeholfen oder Material gestellt haben“. Sie sollen künftig auf einer Tafel im Erdgeschoss „verewigt“ werden. Auch an den Vermieter gehe ein großer Dank für die bisherige Unterstützung des Projekts. Wenn alles so weiter laufe, könne man wie geplant im Sommer nächsten Jahres das Feuerwehrmuseum neu eröffnen. „Wir freuen uns schon sehr darauf“, sagte Winkler.

von Michaela Frisch

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