Fusion ist vom Tisch

Wenn es nach dem amtierenden Vorsitzenden des Vereinsring Neugablonz, Joachim Pohl, geht, soll zukünftig ein frischer Wind von der neuen Vorstandschaft des Rings ausgehen. Bei der Mitgliederversammlung am 20. September, will sich der alte Vorstand mit Pohl, Heinz Weigelt und Thomas Weiss nicht mehr zur Neuwahl stellen. Der Grund: Acht Jahre an der Spitze seien genug, jetzt sollten Jüngere neue Impulse für den Verein setzen. Eine mögliche Fusion zwischen Aktionskreis Neugablonz und dem Vereinsring ist im Moment vom Tisch.

Bereits seit 1956 besteht der Vereinsring als loser Verbund, bis es 2002 zur Vereinsgründung kommt. Ganze zwei Jahre später kann der Vorstand um Pohl 40 Vereine unter dem Dach des Vereinsrings bündeln. Vieles sei in den vergangenen Jahren geschafft worden, unter anderem die Organisation des Bürgerfestes sei ein großer Erfolg. Jetzt, wo wieder Neuwahlen anstehen, blickt Pohl zurück: Vor allem die vielen ehrenamtlichen Ämter sowie ein 2007 erlittener Herzinfarkt, wollen ihn jetzt kürzer treten lassen. Und so kommt er in Absprache mit seinen Vorstandskollegen Weigelt und Weiss zu der Erkenntnis, „ das acht Jahre im Vorstand reichen“. Pohl betonte auf Anfrage, dass sich dieser Entschluss nicht gegen den Verein richtet. Ganz im Gegenteil, denn die Fortführung des Vereinsrings liege ihm sehr am Herzen. Wie sehr, zeigen auch Pohls Bemühungen, den Vereinsring mit dem Aktionskreis zu verschmelzen, „um globaler und stärker auftreten zu können und um einfach einen längeren Arm zum Rathaus zu haben“. Sinn mache dieser Schritt vor allem auch deshalb, weil viele Vereinsvorstände Mitglied im Aktionskreis sind. Zudem gebe es weitreichende Synergien, die genutzt werden könnten. Gespräche über eine Fusion gab es bereits, jedoch ist, laut Pohl, die Idee momentan vom Tisch. Gründe hierfür sieht Pohl unter anderem in den verschiedenen Regularien, wie etwa die sich deutlich unterscheidenen Mitgliedsbeiträge. „Kurzfristig ist dies ist es nicht machbar, alles unter einen Hut zu bringen“, erklärte Pohl. Für eine Fusion wäre der aktuelle Zeitpunkt allerdings günstig, denn auch beim Aktionskreis Neugablonz stehen im Oktober Neuwahlen an, wenngleich dessen Vorstände Wolfgang Krebs sowie Sylwia Pohl signalisiert haben, sich erneut für das Amt zur Verfügung zu stellen. Einig seien sich beide Vereine auch darüber, dass eine Fusion für Neugablonz nur Sinn mache, wenn auch die Initiative Neugablonz e.V. mit im Boot sitzt. „Leider konnten wir diesbezüglich noch keine Gespräche führen, da Initiative-Vorstand Georg Kollmeder zur Zeit schwer erkrankt ist“, bedauert Pohl. Ob Gespräche allerdings von Erfolg gekrönt sind ist fraglich, denn Kollmeder signalisierte auf Anfrage des KREISBOTEN: „Die Initiative Neugablonz wird nicht fusionieren, da sie ein eigenständiger Verein bleiben will.“ Eine Zusammenarbeit mit dem Vereinsring und/oder Aktionskreis sei laut Kollmeder „gerne jederzeit möglich“.

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