Viele Besucher bei Jubiläum der Kaufbeurer Fußgängerzone

Altstadt als lebendige Freilichtbühne

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Für die nötige Stimmung sorgten Musikgruppen und Bands – wie hier am Salzmarkt „Blues and more“ mit Hans Seltmann, Roland Haupt, Jürgen Weigert, Georg Brandtner und Ines Rankl.

Kaufbeuren – Die Aktionsgemeinschaft Kaufbeuren hatte zusammen mit ihren Partnern am vergangenen Jubiläumssamstag aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Fuß- gängerzone und „30 Jahre Passagen“ die komplette Fußgängerzone zu einer einzigen Freiluftbühne verwandelt.

Kaufbeuren – „Was für ein romantisches, liebenswertes Städtchen, mit seinen verwinkelten Gassen und freien Plätzen, den hübschen Häuserzeilen und diesem lebendigen Treiben hier ringsum. Wir sind von Kaufbeuren total begeistert“, so ein Ehepaar aus Norddeutschland, das zur Zeit einen Kurzurlaub im benachbarten Bad Wörishofen verbringt und das Jubiläum der Fußgängerzone und der Passagen am Samstag besuchte.

Ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm mit zahlreichen Attraktionen wurde den Besuchern geboten. Auch die unbeständige Witterung am Samstag konnte daran nichts ändern. Die Tänzelfestknabenkapelle, sowie Kaufbeurens Stadtoberhaupt Stefan Bosse hießen am Obstmarkt alle Besucher aus nah und fern willkommen. Dabei ging Bosse auch auf die bevorstehenden Umbaumaßnahmen der Fußgängerzone ein. „Dieses Riesenprojekt kann nur gemeinsam gestemmt werden“, sagte er. Auch Guido Zeller von der Aktionsgemeinschaft vertrat dabei die Meinung, dass diese anstehende Sanierung ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft der Kaufbeurer Altstadt sei (wir berichteten) und so sei die Jubiläumsveranstaltung „nicht nur ein Blick zurück in die Vergangenheit“, sondern auch vorausschauend für eine auch zukünftig mit Leben erfüllte Innenstadt. 

Kabarettist Wolfgang Krebs in seiner Paraderolle als Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber und der – von „Aufbruch-Umbruch“ her – bestens bekannte „Hausmeister Richter“ sorgten anschließend für beste Stimmung. Mit weiteren Musik-, Kultur- und Tanzdarbietungen ging es auf der Bühne am Obstmarkt munter weiter. Am „Zollhäuschen“ beim Kemptener Tor standen Spiel und Spaß im Vordergrund, wobei neben einem Bungeetrampolin vor allem die Riesenwasserbälle bei den jungen Besuchern – wie auch einen Tag später beim Bürgerfest (siehe unten) für Riesengaudi sorgten. 

In der Fußgängerzone selbst hatten zahlreiche Geschäfte einen Stand nach außerhalb verlegt, wo dann an Glücksrädern gedreht und in Lostrommeln eifrig nach dem „großen Gewinn“ gesucht wurde. In der Münzhalde warteten „edle Karossen“ zum Fotoshooting und am Salzmarkt fand Kaufbeurens erster Bürgerbrunch statt. Hier konnte man zusammen mit Freunden und Bekannten einen Tisch mieten und Speisen und Getränke im Picknickkorb mitbringen, um in geselliger Runde zu plaudern und zu genießen. Außerdem bot die staatliche Technikerschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement schmackhafte Speisen und Getränke von Fair Trade- und regionalen Produkten an. Die Einnahmen aus der Vermietung dieser Tische ging als Spende an das „Haus für Kinder St. Joseph“ in Kaufbeuren. 

Gleich nebenan gab es ein vielgenutztes Kreativangebot fürs „junge Volk“, so dass es auch den Kindern nicht langweilig werden konnte. Am Salzmarkt wurde auf einer weiteren Bühne eifrig für Stimmung gesorgt. Bluesbegeisterte und Beatlefans kamen hier bei „Blues and more“ mit Hans Seltmann, Roland Haupt, Jürgen Weigert, Georg Brandtner und Ines Rankl sowie „Let it Beat“ auf ihre Kosten. Eine Oldtimerschau am Neptunbrunnen und E-Bikes zum Ausprobieren, sowie Torwandschießen, Hüpfburg und ein Luftballonwettbewerb der Sparkasse mit Unterstützung des THW rundeten das Jubiläumsfest ab. 

Wer wollte konnte anschließend noch – am besten während eines Regenschauers, wobei selbst Blitz und Donner am Nachmittag die Stimmung kaum beeinträchtigten – in den Passagen weiterfeiern, oder nach dem Regen in aller Ruhe und Beschaulichkeit den einmaligen Ausblick auf die Dächer der Kaufbeurer Altstadt vom Klosterberggarten aus genießen. von Klaus-Dieter Körber

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