Spatenstich für neue Kita – Stadt reagiert auf wachsende Nachfrage

"Kleines Reich für unsere Kinder"

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Die zukünftigen Kita-Kinder legten schonmal als fleißige Handwerker die Grundmauer für die Kita, musikalisch begleitet mit „Wer will fleißige Handwerker seh’n...”

Buchloe – Für 22 Kleinkinder gab es im letzten Jahr in Buchloe keinen adäquaten Betreuungsplatz, die Nachfrage war einfach zu hoch. Darauf reagierte die Stadt Buchloe „ohne lange zu fackeln”, so Bürgermeister Josef Schweinberger.

Vergangenen Donnerstag konnte nun schon der offizielle Spatenstich für eine neue Kindertagesstätte gesetzt werden. Bereits im Mai nächsten Jahres soll das Gebäude fertiggestellt und auch bezugsfertig sein. 

Ganz besonders begrüßte Stadtoberhaupt Josef Schweinberger die vielen Kinder, die mit ihren Müttern und einigen Erzieherinnen zum formalen Spatenstich bei strahlendem Sonnenschein gekommen waren. Auf dem Gelände des ehemaligen Feuerwehrgeräthauses in Buchloes Osten werde schon eifrig gebaggert, damit dort ein„kleines Reich für unsere Kinder” entstehen könne, so der Bürgermeister. 

Für Schweinberger war dies nicht der erste Spatenstich für eine Kindertagesstätte – 1974 sei er bei der Inbetriebnahme der Einrichtung Don Bosco dabei gewesen und auch bei deren Abriss und Neubau 2010/11, außerdem auch 1990/91 bei der Eröffnung des Kindergartens St. Antonia und 1996 der Kindertagesstätte St. Georg und Wendelin. Zur „Erinnerung an diesen Tag” schenkte der Bürgermeister den anwesenden Kindern Duplosteine. 

Das Gebäude werde laut Architekt Ulrich Förg aus Buchloe zentral auf dem Grundstück errichtet, im Westen werde ein Parkplatz entstehen und im Süden ein Hauptspielgarten. Der Eingang zur Kita werde Förg zufolge in Zukunft einen sozialen Treffpunkt bilden und im lichtdurchfluteten Foyer mit Wartebereich „können es die Eltern nach einem langen Tag kaum erwarten ihre Sprösslinge wieder in die Arme zu schließen”. 

Im neuen fünfeckigen Gebäude haben die Verantwortlichen an alles gedacht: ein Spielflur ist nach Osten, Süden und Westen ausgerichtet, an den sich fünf Betreuungsgruppen mit Garderobe und Nasszellen angliedern. Außerdem werde es nach Norden einen Mehrzweckraum, Räume für Kindergartenleitung, Küche/Bistro und einen Putzraum geben. In der Mitte werden sich laut Architekturbüro die WC-Anlagen, der Kopier- und der Therapieraum befinden.

 „Über eine zentral gelegene Treppe gelangt man auf die Galerie und das Dachgeschoss, in dem sich ausschließlich Räume für das Personal und die Haustechnik befinden”, so Förg. Unter einem umlaufenden Vordach auf der Ost-, West- und Südseite bilde sich dann eine überdachte, geschützte Terrasse als Spielzone und Übergang in den Garten. Das Ganze überdachen werde ein Walmdach. 

Künftig werde die Stadt Buchloe ihren kleinen Mitbürgern Platz für fünf Gruppen bieten können. Je nachdem, wie der Bedarf in einem jeweiligen Jahr sei, so Susanne Mrazek, könnten darin sowohl Krippenkinder als Kindergartenkinder unterkommen. Dies sei dadurch gewährleistet, dass man den verschiedenen Bedürfnissen kleinerer und größerer Kinder bei der Planung nachgekommen sei. Der Umsetzung wird jetzt das Bauunternhemen Xaver Schmid aus Marktoberdorf nachkommen und innerhalb eines Jahres bezugsfertig machen. 

Stadtpfarrer Reinhold Lappat wünschte in Anlehnung an eine von der Diözese Augsburg verfasste Schrift, „dass die kleinen in der Kita gut wachsen können” und dass „Gottes Segen auf dem Baugelände und in dem neuen wunderschönen Haus” ruhen möge.

von Martina Staudinger

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