Windkraft: Klage der Kaltentaler

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Windkraft entzweit Nachbargemeinden.

Ostallgäu/Fuchstal – Er habe Angst vor einer Spritze und wenn er nachts allein auf den Friedhof gehe, aber nicht vor einer Klage der Gemeinde Kaltental. Mit diesem Satz kommentiert Fuchstals Bürgermeister Erwin Karg die Ankündigung aus der Ostallgäuer Nachbargemeinde, gerichtlich gegen die vom Landsberger Landratsamt genehmigten vier Windkraftanlagen im Bereich Kingholz vorzugehen.

Die große Mehrheit der Gemeinderäte von Markt Kaltental hat Bürgermeister Manfred Hauser auf der vergangenen Sitzung dazu ermächtigt, Schritte gegen das Projekt einzuleiten. Dies könne entweder in eine Klage gegen den Genehmigungsbescheid des Landsberger Landratsamtes münden oder in eine sogenannte Normenkontrollklage gegen den betreffenden Teilflächennutzungsplan, den die Gemeinde Fuchstal zur Windkraft aufgestellt hat. 

Der Bürgermeister von Fuchstal, Erwin Karg, erkennt in dem Kaltentaler Vorgehen die Absicht, das Projekt zeitlich so zu verzögern, dass es sich wegen sinkender Einspeisevergütungen für Strom aus Windkraft nicht mehr wirtschaftlich darstelle. „Wir sehen dem gelassen entgegen,“ bekundet der Rathauschef, der darauf verweist, dass auch bei den Windrädern in Lamerdingen eine Klage der nördlichen Nachbargemeinde Langerringen abgewiesen wurde. 

Auf der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause informierte Karg darüber, dass seit Ende Juli der Standortsicherungsvertrag mit den Bayerischen Staatsforsten unter Dach und Fach sei. Das Unternehmen ist Grundstückseigentümer im Bereich Kingholz mit seinen großen Flächen an Staatswald. Im Gegensatz zum Markt Kaltental sieht die südliche Nachbargemeinde Denklingen von einer Klage gegen das Fuchstaler Windkraft-Projekt ab. So äußerte sich Bürgermeister Kießling auf Anfrage des Kreisboten nach der Genehmigung (wir berichteten).

von Johannes Jais

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