Geschichtsträchtiger Bahnhof

Zum Jubiläum „175 Jahre Eisenbahn in Deutschland“ hat der Heimatverein Buchloe und Umgebung e.V. im Heimatmuseum eine Sonderausstellung mit dem Titel: „Die Bahn in und um Buchloe“ zusammen gestellt. Sie ist bis zum 3. Oktober 2010 jeden 1. Sonntag im Monat von 14 Uhr bis 17 Uhr und jeweils Freitag, 14. Mai und 18. Juni von 18.30 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.

Neben der sonstigen permanenten und überaus sehenswerten Ausstellung im Heimatmuseum, in der unter anderem ein Modell des Buchloer Bahnhofsgebäudes, das 1968 abgebrochen wurde, gezeigt wird, sind auf dem „Schrannenboden“ (Dachge-schoss) eine ganze Reihe von Fotografien und Exponaten aus der langen Zeit der „Buchloer Bahngeschichte“ zu sehen. Da sind Baupläne des ersten „Empfangsgebäudes“ genauso dabei, wie Bilder der bisher insgesamt drei Bahnhofsgebäude, bis zum heuigen „Hasenstall“, wie es der „Volksmund“ nennt. Ersmal Wasserstation Die Geschichte des Bchloer Bahnhof begann am 1. September 1847 mit der Eröffnung der Ludwig-Süd-Nordbahn zwischen der Fuggerstadt Augsburg und Kaufbeuren. Der Banhhof Buchloe wurde als eine von elf „Wasser- und Eilgutcursstationen“ zwischen Augsburg und Lindau auserwählt. Am 15. Oktober 1848 erhielt Buchloe ein 26 Meter langes „Expeditionslocal“, erbaut aus Backsteinen. 1873 wurden beim Bau der Bahnlinie München/Buchloe/Memmingen die Bahnanlagen wesent-lich erweitert und ein stattlicher Bahnhofs-Neubau eingeweiht. Darüber hinaus wurde am 1. Mai 1874 im Südwesten ein zweiständiger Lokschuppen mit Drehscheibe errichtet. 1897 hat man die „Mechanischen Stellwerke“ Buchloe Nord und Buchloe Süd in Betrieb genommen, von denen aus die Weichen zentral bedient werden konnten. 1968 wurde das zweite Empfangsgebäude abgetragen und durch den heutigen Flachbau ersetzt. Wie jüngst im Buchloer Stadtrates erkennbar wurde, könnte schon bis 2012 die Umsetzung eines neuen Bahnhofs-Empfangsgebäudes voran getrieben werden. Das Heimatmuseum, das 1997 im ehemaligen Gebäude der Raiffeisenbank eröffnet wurde, zeigt im Erdgeschoss Ausstellungsstücke zur Orts-geschichte, unter anderem auch Kirchturmuhren, sakrale Kunst und liturgische Geräte, Bilder des Buchloer Barockmalers Joseph Schwarz sowie Originalstücke zur Geschichte der Eisenbahn in Buchloe. Im Obergeschoss sind Ge- mälde von Eduard Bechteler ausgestellt. Ein Kabinett ist dem Nobelpreisträger Professor Erwin Neher gewidmet. Es werden dazu in weiteren Räumen Trachten und Uniformen sowie einheimische und exotische Schmetterlinge und eine „Sudetendeutsche Heimat-stube“ gezeigt. Die Sonderausstellung „Die Bahn in und um Buchloe“ im Heimatmuseum ist kostenlos (wie das gesamte Heimatmuseum „gegen freiwillige Spenden“) zu besuchen, Schulklassen und Gruppen können sich für gesonderte Besuchszeiten (fünf Tage Vorlauf eingerechnet) unter der Telefonnummer: 08241/4551 oder 08241/2093 anmelden.

Meistgelesene Artikel

Nach dem Rechten sehen

Marktoberdorf – Eine ehrenamtliche Sicherheitswacht soll künftig in Marktoberdorf Polizei und Bürger unterstützen. Seit vergangener Woche liegt die …
Nach dem Rechten sehen

Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Kaufbeuren – Der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler und Kaufbeurer Stadtrat Bernhard Pohl hat sich für 2017 viel vorgenommen. Diesen Eindruck …
Pohl setzt auf Zusammenarbeit

Beginn einer neuen Ära

Kaufbeuren – „Kooperation beruht auf Vertrauen und Verlässlichkeit.“ Mit diesen Worten charakterisierte Brigadegeneral Stefan Lüth als Vertreter der …
Beginn einer neuen Ära

Kommentare