"GlaubensFest" im Crescentiakloster

Das Crescentiakloster in Kaufbeuren öffnete am vergangenen Samstag seine Tore – die Besucher konnten beim „GlaubensFest“ sehen und erleben wie der Alltag im Kloster ist. Foto: Kohlbauer

„Wo das Wissen aufhört, fängt der Glaube an.“ Dieses Zitat, entstammt aus einer Predigt des Kirchenvaters Augustinus und damals wie heute spielt der Glaube eine tragende Rolle. „Aus dem Glauben ist das Crescentiakloster in Kaufbeuren entstanden, deshalb haben wir unser 750-jähriges Jubiläum, GlaubensFest genannt“, so die Generaloberin Schwester Regina Winter.

Vergangenen Samstag standen die Tore des Crescentiaklosters für Besucher weit offen. Unter dem Motto „wenn es Dir gut tut, dann komm!“, begann der Tag des offenen Klosters um 9.30 Uhr mit der Laudes – dem Morgenlob. Die Klosterband „Frische Priese“ spielte zu den Liedern. Die Schwestern spielen nur intern und feiern in diesem Jahr auch ein Jubiläum, ihr fünfjähriges Bandbestehen. „Wir singen und musizieren zusammen, weil es uns Kraft und Energie gibt“, erzählt Schwester Ursula Maria, die Schlagzeug spielt. „Uns ist wichtig, dass die Besucher ein bisschen in unseren Alltag schauen können. Wir wollen eine Oase sein, wo Menschen mit Freude aber auch mit ihrer Not vorbei kommen können. Wir zeigen was uns beflügelt und wollen auch Kraft schenken“, erklärt Generaloberin Schwester Regina Winter einen wesentlichen Punkt des Festes. Die Schwestern leben aber nicht nur im Kloster, sie arbeiten dort auch. Schwester Maria Xaveria und Schwester Maria Fortunata kochen täglich für die  Mitschwestern und verköstigen auch Obdachlose, Durchreisende und arme Menschen. Das Mittagessen ist täglich für 60 Personen portioniert. Am Tag der offenen Tür hatten Besucher die Möglichkeit auch einige Räumlichkeiten zu sehen und zu betreten, die sonst der Öffentlichkeit vorenthalten sind. So durften die Besucher das frühere Zimmer der heiligen Crescentia betreten und sich umsehen. Der Gang, von dem die Zimmer der Schwestern aus weggehen, nennt sich Kreuzgang. Wer ihn sieht, weiß auch sofort warum: Die Wände tragen eine lebendige Kulisse, sie zeigen verschiedene Stationen vor Jesus Tod. „Diese Hinterlassenschaft ist Crescentia zu verdanken. Sie hat diese Bilder durchgesetzt und wollte, dass die Schwestern den schweren Weg Jesus immer vor sich haben“, erklärt die Generaloberin. Von 10 bis 17 Uhr konnten verschiedene Workshops und offene Angebote angenommen werden. Gespräche über das Ordensleben, Glaubensgespräche für Erwachsene und Bibelgespräche wurden unter anderem angeboten. Über den Tag verteilt gab es auch Kreativangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Rosenkränze konnten geknüpft, Kerzen verziert werden, aus Muscheln und Steinen entstanden „Muschelmonster“ und „Taus“, das sind T-Zeichen aus Holz, die auch die Schwestern mit der Abbildung der heiligen Crescentia um den Hals tragen.

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