25 Jahre Lions Club

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Clubpräsident Dr. Peter Seidel (links) und Gründungspräsident Dr. Wolfgang Hilscher freuen sich auf das Jubiläum.

Marktoberdorf – Kein steifer Festakt, sondern ein zünftiger Frühschoppen mit Alpen-Jazz und möglichst vielen Menschen aus Marktoberdorf und Umgebung als Gäste: So will der Lions Club Marktoberdorf am 27. September sein 25-jähriges Bestehen feiern.

Für den „Bayerischen Jazz-Frühschoppen“ ab 10.30 Uhr in der Bayerischen Musikakademie auf dem Schlossberg sind zum einen Matthias Schriefl und sein Ensemble „Six, Alps and Jazz“, zum anderen die „Unterbiberger Hofmusik“ angekündigt. Der aus Maria Rain stammende und heute in Köln lebende Schriefl, vielfach ausgezeichneter Jazztrompeter und in mehreren Bands aktiv, begeistert sein Publikum unter anderem mit Alpen-Jazz. Dazu passt die weithin bekannte Unterbiberger Hofmusik. Sie vermischt Volksmusik mit Jazz. Der Eintritt ist im Übrigen frei. Für Bewirtung wird gesorgt. 

„Mit der Einladung zum Frühschoppen wollen wir etwas zurückgeben und danken. Denn seit 25 Jahren unterstützt uns die Bevölkerung bei unseren Aktivitäten“, sagt Clubpräsident Dr. Peter Seidel. Auch wolle man bei dieser Gelegenheit das „Bewusstsein in der Öffentlichkeit für die Lions und ihre Arbeit stärken“. 

Seidel will in seinem Amtsjahr folgende Projekte und Einrichtungen unterstützen: Flüchtlingshilfe, die Weihnachtsaktion „24 Gute Taten“, die Marktoberdorfer „Tafel“, „Lions Quest“, das Landesjugend-Jazzorchester und die Palliativmedizin. 

Etwa 440.000 Euro an Spendengeldern haben die Marktoberdorfer Lions in den 25 Jahren für Hilfs- und Förderprojekte in den Bereichen Soziales, Lebenshilfe und Kultur gesammelt, bilanziert Seidel. Die finanziellen Säulen dafür bilden seit der Clubgründung die Lions-Basare bei den Urbani- und Martinimärkten und das Weihnachtskonzert mit dem Carl-Orff-Chor. Heute trägt zudem der Lions-Adventskalender mit seinen vielen von Sponsoren gestifteten Preisen erheblich zum Spendenaufkommen bei. 

Die Mitglieder selbst leisten ihren Teil dazu mit einer festgelegten Jahresspende. „Meine damaligen Vorstellungen, was dieser Club an Aktivitäten und Spenden für soziale und kulturelle Zwecke hervorbringen würde, wurden in den letzten 25 Jahren weit übertroffen. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass so ein kleiner Personenkreis so viel bewegen kann“, blickt Gründungspräsident Dr. Wolfgang Hilscher zurück. 

Wichtig sei ihm im ersten Jahr gewesen, ein Gefühl der Verbundenheit unter den Mitgliedern zu schaffen. Bei den Aktivitäten galt es, „ein ausgewogenes Verhältnis zwischen sozialem und kulturellem Engagement zu wahren“. Die Ziele des Clubs seien bis heute gleich geblieben. Nach seiner Einschätzung werden in Marktoberdorf die beiden Serviceclubs Lions und Rotary als „Helfer bei dringenden sozialen Projekten, für die sonst niemand zuständig ist, wahrgenommen“. 

Vor 1990 gehörten die Marktoberdorfer Lions dem Füssener Club an. Auf Initiative von Dr. Wolfgang Hilscher sen., der sich viele Jahre auf lokaler und auf bayerischer Ebene stark für die Lions-Ziele engagierte und damals auch als Distrikt Governor Verantwortlicher für den Bereich Bayern-Süd war, wurde dann ein eigener Club gegründet, um besser Marktoberdorfer Projekte fördern zu können.

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