25 Jahre "neue Grundschule"

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Schulleiterin Annette Michaelis interviewte einige Kinder, die erzählten, was ihnen an ihrem Dorf besonders gefällt.

Aitrang – 25 Jahre „neue Grundschule“ in Aitrang – das ist ein Grund zum Feiern, fanden die Schüler und Lehrer der Grundschule Aitrang-Ruderatshofen. Mit einem bunten Programm beging die Schulgemeinschaft entsprechend ihrem Leitmotiv „Wir lassen die Schule im Dorf“ gemeinsam mit dem ganzen Dorf und im ganzen Dorf den 25. Geburtstag ihres Schulgebäudes.

Strömender Regen den ganzen Tag hindurch – so hatten sich die Lehrer und Schüler der Grundschule Aitrang-Ruderatshofen den Tag für ihr Schulfest nicht vorgestellt. Doch vom schlechten Wetter ließen sich die die rund 120 Schüler und 12 Lehrer des Schulverbands Aitrang-Ruderatshofen nicht beirren und verlegten das Hauptprogramm ihres Schulfestes kurzerhand vom Schulhof in die örtliche Turnhalle. 

Passend zum Leitmotiv ihrer Schule „Wir lassen die Schule im Dorf“ feierten die Schülerinnen und Schüler „mit dem Dorf und im Dorf“ das 25-jährige Bestehen ihres Schulgebäudes – der „neuen Grundschule“ in Aitrang. Alle waren sie eingeladen, um gemeinsam zu feiern: Die Aitranger Bürger, die derzeitigen und früheren Schüler, die aktiven und ehemaligen Kollegen. 

Dass die Institution Schule in Aitrang freilich schon viel älter ist, verriet Rektorin Annette Michaelis in ihrer Ansprache. Bereits im Jahr 1580 gab es die erste Nennung einer Schule in Aitrang. Über 400 Jahre später, im Jahr 1989 war der Baubeginn für das jetzige „neue Schulgebäude“, das im darauffolgenden Jahr eröffnet wurde. Die ehemalige Lernstätte, die „alte Schule“, steht bis heute auf der Straßenseite gegenüber. So kam die „neue Schule“ schnell zu ihrem Namen. 

Kurze Zeit später erfolgte dann die Zusammenlegung der Grundschulen Aitrang und Ruderats- hofen zu einem Schulverband, weswegen am vergangenen Wochenende die Schüler aus Ruderatshofen mit ihren Aitranger Mitschülern das 25-jährige Bestehen des Aitranger Schulgebäudes feierten. 

Ebenso wie es in einem afrikanischen Sprichwort heißt: „um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“, sei die Grundschule Aitrang-Ruderatshofen entsprechend ihres Leitgedankens fest ins Gemeindeleben gleich zweier Gemeinden eingebunden, so Michaelis. 

Deshalb wurde auch ein buntes Festprogramm im ganzen Ort Aitrang organisiert: Mit dem „Schulfestsong“, Tänzen und Musikstücken in der Turnhalle, Gelegenheit zur Kirchturmführung, einer Dorfführung oder einem Büchereibesuch und einem Foto-Klick-Wettbewerb auf dem Schulgelände waren gleich mehrere Plätze in Aitrang in die Feierlichkeiten einbezogen. Auch die Einweihung der Kunstwerke, die die Aitranger Schülerinnen und Schüler anlässlich des Schuljubiläums angefertigt hatten und die Vorführung des selbstgedrehten Films „Wir Kinder in Aitrang“ standen auf dem Programm. 

Vieles habe sich verändert, Lehrpläne, Stundenpläne und Klassenzusammenlegungen“, so die Rektorin. Aber eines sei geblieben: Das Schulgebäude in Aitrang sei bis heute „ein Ort der Geborgenheit, der Gemeinschaft und des Lernens voneinander und miteinander“ und mittlerweile für den 25. Schülerjahrgang zum liebgewonnenen Lernort und Lebensraum geworden. 

Diesen Anlass nutzen die Schüler und Lehrer der Grundschule Aitrang-Ruderatshofen, die befanden: 25 Jahre Schulgebäude, das ist schon ein Grund zum Feiern, denn „wir fühlen uns wohl in unserer Schule, denn da simmer dahoim“.

von Sabrina Hartmann

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