27 Millionen Euro Baukosten

+
Oberbürgermeister Stefan Bosse (links) und Bauleiter Thomas Bobinger mauerten anlässlich der Grundsteinlegung zum GSW-Bauvorhaben in der Reichenberger Straße eine an „Zeitdokumenten“ reich gefüllte Kupferröhre in den Boden der Tiefgarage zur Erinnerung an nachfolgende Generationen fachmännisch ein.

Neugablonz – Anlässlich der Vorstellung des Siegerentwurfes für eine neu geplante Wohnanlage an der Reichenberger Straße hatte der Geschäftsführende Vorstand des Gablonzer Siedlungswerks, Gerhard Stolzenberger, den damals anwesenden Gästen voller Überzeugung verkündet, dass man nach einer „heißen Phase“ der Planungsarbeiten im Frühjahr 2016 mit den Bauarbeiten beginnen werde. Dieser Termin wurde „zu hundert Prozent“ eingehalten.

In der Zwischenzeit sind nach dem Abriss von insgesamt fünf Wohnblöcken, die „in die Jahre“ gekommen waren, die ersten beiden Gebäude im Rohbau nahezu fertig. Und so konnte vergangenen Freitag im Beisein zahlreicher Ehrengäste der Grundstein für dieses neuerliche Großprojekt des GSW gelegt werden.

Wie Gerhard Stolzenberger erklärte, handle es sich bei dieser Wohnungsbau-Investition um das größte Projekt der hiesigen Region seit dem Bauboom der 1950er und 1960er Jahre. Auf dem frei gewordenen, etwa 10.000 Quadratmetern großen Areal entstehen insgesamt 111 behindertenfreundliche modern gestaltete Wohnungen und 124 Tiefgaragenstellplätze. Die dabei entstehenden Baukosten werden mit rund 27 Millionen Euro beziffert. Laut Bauleiter Thomas Bobinger sollen im ersten Bauabschnitt 52 Wohnungen bis zum Sommer 2018 bezugsfertig sein, der Rest Mitte 2019.

Spenglermeister Xaver Blösch aus Pforzen hatte zur Grundsteinlegung die notwendige Kupferhülse angefertigt, die vom Bauleiter Thomas Bobinger entsprechend gefüllt wurde. Neben einer aktuellen Ausgabe der Lokalpresse, einer GSW-Satzung, einer handvoll gültiger Münzen, Lageplänen, Fotos und einer Liste der am Bau Beteiligten, kam auch ein Meterstab und ein Kugelschreiber in die anschließend verschweißte Röhre. In diesem Zusammenhang meinte Thomas Bobinger schmunzelnd, er hoffe, dass in 100 Jahren die Leute beim Öffnen der Grundsteinplatte überhaupt noch wissen, für was man Meterstab und Kugelschreiber einstmals gebraucht habe.

Nach anerkennenden Worten für die zuständigen Architekten, die Bauarbeiter und alle weiteren am Projekt beteiligten Personen durch Gerhard Stolzenberger und Oberbürgermeister Stefan Bosse schritt man „zur Tat“. In der zukünftigen Tiefgarage mauerten Kaufbeurens Stadtoberhaupt und der für das gesamte Bauvorhaben verantwortliche Bauleiter Thomas Bobinger die reichlich mit „Zeitgeschehen“ angefüllte Kupferhülse fachmännisch für spätere Generationen ein. Alle Anwesenden durften noch einen symbolischen Hammerschlag auf die frisch besetzte Betonplatte verrichten, um sich dann bei Leberkäse und bereit gestellten Getränken nach „verrichteter Arbeit“ zu stärken.

von Klaus-Dieter Körber

Meistgelesene Artikel

"Wir sind die Coolsten"

Stefanie Kloß (*1984) gründete 1998 ihre erste Band, aus der einige Jahre später SILBERMOND hervorging. Seit mehr als 12 Jahren rockt sie gemeinsam …
"Wir sind die Coolsten"

Sauerei am Fieselstadion

Kaufbeuren – Der Fieselplatz in Neugablonz, Austragungsstätte unzähliger und hitziger Partien, rückt Jahr für Jahr nach Beendigung des offiziellen …
Sauerei am Fieselstadion

Bürgermeister wartet auf Anruf

Buchloe – Noch wartet Bürgermeister Josef Schweinberger auf den Anruf für eine Terminvereinbarung mit dem Vorstand des Gewerbevereins. In der …
Bürgermeister wartet auf Anruf

Kommentare