Sehr gute Auslastung und volles Haus bei Mozarts "Zauberflöte"

Alte und neue Spielzeit im Modeon

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Wie hätten Sie es gerne: glitzernd-schön wie in Puccinis „Turandot“ oder derb-heiter à la Komödienstadel? Die neue Spielzeit im Modeon verspricht ein buntes Programm.

Marktoberdorf – Das Modeon als kultureller Veranstaltungsort behauptet sich trotz Konkurrenz großer Konzerthäuser wie der Bigbox in Kempten und dem Festspielhaus Füssen.

Das machte Kulturamtsleiter Rupert Filser im Rückblick auf die vergangene Spielzeit 2015/2016 klar, und Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell freute sich: Die Leckerbissen der Kulturlandschaft seien in Marktoberdorf zu finden. Das hörte auch der Bildungs- und Kulturausschuss gerne, dem Filser sein Resümee präsentierte.

Das städtische Programm – das waren acht Aufführungen vom klassischen Sprechtheater bis zum romantischen Ballett – zog vergangene Saison insgesamt 5671 Besucher ins Modeon. Dies sei eine Auslastung von 78 Prozent und damit im Vergleich zu anderen Konzerthäusern „sehr, sehr gut“, wie Rupert Filser verlautete. Die am besten besuchte Veranstaltung war unter den acht Programmtiteln Mozarts Oper „Die Zauberflöte“, die mit über 800 verkauften Plätzen für ein volles Haus gesorgt hatte. Auch die Inszenierung des Ballettklassikers „Romeo und Julia“ durch die Tatarische Staatsoper Kasan fand vor beinahe ausverkauften Rängen (770 Besucher) statt. Am wenigsten Anklang hatte Dürrenmatts Theaterstück „Der Besuch der alten Dame“, eine Inszenierung des Landestheaters Schwaben, gefunden. Mit knapp halbvollem Haus (391 verkaufte Plätze) wollte Filser dennoch nicht von einem Flop sprechen.

Auch die neue Spielzeit verspricht, reißenden Absatz zu finden. Sie beginnt am 14. Oktober mit der Aufführung von Giacomo Puccinis glitzerndem Opernmärchen „Turandot“. Der Abo-Verkauf sei gut angelaufen, berichtete der Kulturamtsleiter. Bereits 300 Abonnements seien verkauft, auch der freie Verkauf, der erst letzte Woche startete, laufe gut. Insgesamt sei ein Trend hin zum spontanen Karten­erwerb und weg von festgelegten Abonnements zu erkennen, so Filser. Er sehe zuversichtlich in die neue Spielzeit 2016/2017, die mit zehn Veranstaltungen aufwartet.

Auszug aus dem neuen Programm

Im bunten Programm sind beispielhaft vertreten: die Tourneepremiere des Komödienstadels mit dem Volkstheater „Ein Garten voll Schlawiner“ (27. Oktober), ein weiteres Gastspiel mit der Tatarischen Staatsoper und dem klassischen Ballett „Don Quijote“ (9. Dezember), zwei Showpianisten zum Rosenmontag („David + Götz“ am 27. Februar 2017), die schönste Liebesgeschichte aller Zeiten mit dem Landestheater Schwaben und „Romeo und Julia“ (15. März 2017), die Karaoke-Komödie „Tussipark“ (29. April 2017) und ein weiteres Schauspiel des Landestheaters Schwaben, die Farce „Ich bin das Volk“ von Franz Xaver Kroetz.

Von Angelika Hirschberg

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