"Gute Ideen, aber…"

Günstig, praktisch und optisch ansprechend wünscht sich der Bauausschuss die Gestaltung des Parkhauses. Beim Ideenwettbewerb konnte jedoch kein Vorschlag überzeugen.

Eigentlich sollte der Ideenwettbewerb für eine künstlerische Umgestaltung des Parkhauses am Kunsthaus neue Impulse geben. Stattdessen musste die Jury abschließend feststellen, dass die „anspruchsvolle Aufgabenstellung allein mit den eingereichten Lösungsansätzen nicht zu bewältigen ist“. Statt die eingereichten Vorschläge der Studenten weiter zu verfolgen, wurden nun zwei eigene Varianten entwickelt und dem Bauausschuss in seiner Sitzung zur Abstimmung gestellt.

Mit Blick auf die eingereichten Arbeiten kam die Jury zur Erkenntnis, dass sie zwar „wertvolle Anregungen für die weitere Bearbeitung der Thematik geben, allesamt aber nicht direkt umsetzbar sind“. Der Grund: Einige waren zu teuer, andere lassen nach Meinung der Entscheidungsträger den Wiedererkennungswert bezüglich des Kunsthauses vermissen. Ursprünglich war zudem vorgesehen, für die Umgestaltung des Parkhauses, einschließlich der Änderung des Parkleitsystems, nur 30.000 Euro auszugeben. Zwei Varianten Die beiden nun vom Preisgericht vorgestellten Lösungsvarianten sehen zum einen vor, dass die Wandfläche an der Südfassade mit einem grafischen oder schriftlichen Hinweis versehen wird, ergänzt um eine Halterung für große Transparente, die etwa auf Veranstaltungen im Kunsthaus hin- weisen könnten. Die Kosten hierfür werden auf 20.000 Euro beziffert. Zum anderen könnte die Südfassade, „um eine noch größere und bessere Erkennbarkeit“ des Gebäudes zu erreichen, zusätzlich durch „eine farbige, strichcodeartige Fassadenapplikation“ optisch aufgewertet werden. Die Kosten hierfür: 100.000 Euro. Erwin Hardwig (CSU) erklärte, die teuerer Variante sei „eine tolle Idee für eine Stadt, die Geld hat“. Auf Kaufbeuren bezogen, sei stattdessen die Investition in eine praktischere Einfahrt sowie eine bessere Beleuchtung im Parkhaus sinnvoller. Auch Gerhard Bucher (CSU) mahnte, die Kosten im Auge zu behalten: „20.000 Euro für grafische Elemente sind völlig ausreichend“. Ralf Nahm (SPD) zeigte sich angesichts der Zurückhaltung der CSU-Mitglieder verwundert – immerhin hatten diese damals einen Antrag auf Umgestaltung der Parkhausfassade gestellt. Letztlich entschied sich das Gremium in der Frage nach der Gestaltung für die kostengünstigere Variante eins.

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