Ein "Halle"-lujah auf die Mehrzweckhalle

Immer noch ein Renner bei den Kindern: das bunte Clownkostüm. Foto: Bauer

Heiße Rhythmen und mitreißende Fasnachtssprecher heizten den maskierten und nicht maskierten Zuschauern am Fasnachtssonntag ein, noch bevor sich der dreieinhalb Kilometer lange Gaudiwurm in Bewegung setzte. Trotz eisiger Kälte kochte die Stimmung hoch, wenn der 70 Zugnummern zählende Umzug die eng gedrängte Phalanx der Fasnachtsbegeisterten passierte. Mehrere zehntausend Besucher (laut Veranstalter) ließen es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Maschkerern lauthals in das Motto „He Du He“ einzustimmen.

Wie seit 45 Jahren: Am Faschingssonntag begeisterte der Gaudiwurm auch dieses Jahr die Narren aus der Region. Großartig und einfallsreich konstruierte Themenwägen, Musikkapellen und 1200 mitlaufende Maschkerer machten diesen Faschingszug, der auch Großstädten alle Ehre gemacht hätte, zu einem Erlebnis für Auge und Ohr. Angeführt wurde der Umzug durch den bunten Oberdorfer Gaudiwurm, begleitet vom „Häuptling“ der Fasnachter, Gerhard Wölfle. Nicht nur die bis ins kleinste Detail liebevoll konstruierten Wägen begeisterten die Zuschauer, sondern auch die tollen Masken der mitlaufenden Maschkerer. Eine Augenweide waren die Kostüme und die geschminkten Gesichter der blauen Avatarier aus Bertoldshofen. Die Themenwägen beschäftigten sich mit aktuellen regionalen, aber auch überregionalen Ereignissen. So nahmen sich beispielsweise die Huttenwanger dem Schutz der Bäume von Stuttgart 21 an, die neue Mehrzweckhalle entlockte den Geisenriedern ein lautstarkes „Halle“-lujah. Auch die Sorge, die Bahnhofstraße könnte in die Hände der Chinesen fallen, wurde thematisiert. Mit dem Satz „MOD will sooo schön sein, passen wir da noch rein„ wurde auch das Innenstadtentwicklungskonzept aufs Korn genommen. Auf ihre Kosten kamen auch die Kinder, die bunt maskiert und mit fröhlichen Gesichtern mitmarschierten. Aber auch nachdem der Umzug sein Ziel, das Rathaus, erreicht hatte, mussten die Faschingsbegeisterten nicht nach Hause gehen. In zahlreichen Gaststätten und Zelten wurde noch bis in die Abendstunden hinein weiter gefeiert.

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