Germaringen hat neuen Rathaus-Chef

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Wahlerfolg: Erste Gratulanten beglückwünschen Helmut Bucher (links) zu seiner Wahl zum Ersten Bürgermeister von Germaringen.

Germaringen – Nach einer knappen Stunde stand das Ergebnis fest: Helmut Bucher hat das Rennen um das Amt des Ersten Bürgermeisters in Germaringen für sich entschieden. Mit 51,57 Prozent setzte er sich damit knapp gegenüber Elke Metschar (48,43 Prozent) als Mitbewerberin durch.

Die Wahlbeteiligung bei der außerplanmäßigen Wahl am vergangenen Sonntag betrug rund 62 Prozent. Sie war durch den vorzeitigen Rücktritt aus persönlichen Gründen von Kasper Rager notwendig geworden.

Nur wenige interessierte Bürger hatten sich nach Schließung der Wahllokale am Rathaus in Germaringen eingefunden, um den Ausgang der Wahl zu erfahren. Elke Metschar gratulierte Bucher zu seinem Erfolg. „Ich habe einen intensiven Wahlkampf geführt und es leider nicht geschafft“, so Elke Metschar in einer ersten Reaktion gegenüber dem Kreisboten, „aber es gibt in so einem Fall immer einen Verlierer und ich kann eine gewisse Enttäuschung nicht verbergen.“ Sie dankte allen Helfern, die sie in den letzten Wochen unterstützt haben, und sah das „Ergebnis auch als gutes Zeichen für mich“. Die Entscheidung war mit 60 Stimmen Vorsprung zu ihren Ungunsten ausgefallen.

Laut Auszählung hatte sich Bucher in Untergermaringen und Ketterschwang deutlich durchsetzen können, seine Mitbewerberin konnte sich dagegen in Obergermaringen behaupten. Auf den Ausgang der Wahl angesprochen sagte Helmut Bucher: „Ich habe mit einem knappen Ergebnis gerechnet. Ich habe im Wahlkampf für mich gesprochen und bin mit mir im Reinen.“ Nach dem Ergebnis sei es jedoch ein wichtiges Ziel für ihn, die Gemeinde zusammenzubringen. „Alle, die mich gewählt und die mich nicht gewählt haben“, so der künftige Bürgermeister von Germaringen. Doch nun werde mit der Familie und Freunden gefeiert. Ein nahtloser Übergang wird wohl nicht möglich sein, da Bucher zunächst sein Arbeitsverhältnis als Niederlassungsleiter bei der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu beenden muss.

Für den ebenfalls anwesenden und noch amtierenden Kaspar Rager ist nach seinen Worten jedoch „am 30. Juni endgültig Schluss“. Er bedauerte, einzelne Projekte nicht mehr abschließen zu können und werde die Übergabe vorbereiten. Der 65-Jährige beendet seine Tätigkeit als Gemeindechef nach über 20 Jahren im Amt.

von Wolfgang Becker

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