Kleine aber feine Actionkomödie

Kinokritik: "Spy – Susan Cooper Undercover"

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Augen auf bei der Berufswahl, Susan Cooper (Melissa McCarthy).

Super-Agenten legen den Kriminellen das Handwerk und machen die Welt dadurch ein wenig sicherer. Denkt man an die Filme der „James Bond“-Reihe oder die humorvollere Verfilmung „Kingsman: The Secret Service“, dann versprechen die Missionen der unschlagbaren Männer des CIA stets spannende Kinounterhaltung.

Mit „Spy – Susan Cooper Undercover“ schickt nun Drehbuchautor und Regisseur Paul Feig seine Super-Agentin Melissa McCarthy ins Rennen. 

Inhalt 

Mit dem Wunsch ein aufregendes Leben als Agentin zu führen, kündigte Susan Cooper einst ihren sicheren Job. Doch die Anstellung bei der CIA sieht anderes aus, als gedacht. Als Schreibtischagentin verbringt Susan ihren Arbeitstag im nagetierverseuchten Keller des CIA, von wo aus sie Außendienstagent Bradley Fine durch seine Einsätze lotst. Aus nächster Nähe erlebt sie die brenzligsten Situationen dank modernster Technik mit, ohne selbst einen Fuß vor die Tür zu setzen. 

Die Harmonie zwischen Susan und Bradley, in den sie heimlich verliebt ist, stimmt. Doch dann kommt der Tag, an dem sich Bradley Susans Rat widersetzt und in eine tödliche Falle tappt. Kurzerhand ist die Mission zum Scheitern verurteilt und Raina Boyanov, die den Aufenthaltsort einer transportablen nuklearen Bombe kennt, noch immer auf freien Fuß. Kurzerhand bietet Susan an, den Einsatz fortzusetzen. 

Da Boyanov die Identitäten sämtlicher CIA-Außenagenten kennt und es daher schwer ist, einen geeigneten Ersatz für Bradley zu finden, bekommt Susan den Job. Mit einer absurden Tarnidentität nimmt Susan Kontakt zu Raina Boyanov auf. 

Rezension 

Der Vorspann von Paul Feigs Agenten-Komödie erinnert auffallend an die „James Bond 007“-Reihe. Die erste Mission von Top-Agent Bradley Fine (Jude Law – „Sherlock Homes“) glänzt durch routinierte Kampfmethoden, die mit modernem Gimmick untermalt werden. Nach diesem hartgesottenen Beginn sind die Erwartungen hoch. Und Feig enttäuscht den Kinobesucher nicht. 

Die Agenten-Einsätze sind spannend bebildert. Das Zusammenspiel zwischen dem Agenten in der freien Wildbahn und seiner Assistentin, die die Mission mit größter Sorgfalt lenkt, liefert dem Genre eine neue Perspektive. Die Arbeit der Top-Agenten scheint ohne die Mithilfe aus der Entfernung undenkbar. Und so wäre auch Bradley Fine ohne Susan Cooper (Melissa McCarthy) verloren. 

Natürlich muss die Zusammenarbeit dennoch schief gehen, damit die eigentliche Geschichte in Gang gesetzt werden kann. Und so scheitert die Titelfigur erwartungsgemäß zunächst an einem Schicksalsschlag, bevor sie über sich selbst hinauswachsen und ihr Umfeld von ihrem Können überzeugen kann. 

Susan bekommt natürlich die Chance, auf die sie all die Jahre gewartet hat, und darf selbst als Agentin die Welt retten. Um in Kontakt mit der kaltherzigen Raina Boyanov zu treten, die erfrischend unterkühlt von Rose Byrne („Bad Neighbors“) gespielt wird, ist allerdings eine fadenscheinige Identität notwendig. Melissa McCarthy, die zuletzt in den Filmen „Voll abgezockt“ „Tammy“ und „Taffe Mädels“ eher wenig begeistern konnte, schlüpft kurzzeitig in fragwürdige Outfits. 

Die Maskerade ist leider wenig gelungen und wirkt überzogen. Glücklicherweise setzt sich Susan über den Befehl der Zentrale hinweg und legt die Kostümierung schnell ab. Nach eigenen Ermessen agierend kann McCarthy unter Beweis stellen, dass sie durchaus das Talent für komödiantische Rollen besitzt. Liebenswert und charmant entpuppt sie sich als Geheimwaffe des CIA. 

Leider sind in der deutschen Synchronisation nicht alle Dialoge witzig und rutschen zuteil auch unterhalb die Gürtellinie ab. Wer sich aber nicht an derben Sprüchen stört, erlebt mit „Spy – Susan Cooper Undercover“ amüsantes Popcornkino.

von Sandy Kolbuch


Fakten zum Film:

Originaltitel: Spy 

Land: USA 

FSK: 12 

Regie: Paul Feig 

Darsteller: Melissa McCarthy, Jason Statham, Rose Byrne, Jude Law u.a.

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