Bürgermeister Himmer verabschiedet sich in den Ruhestand

Eine Ära geht zu Ende

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Die aus dem Stadtrat ausscheidenden Räte mit Bürgermeister Werner Himmer, der sich ebenfalls aus der Stadtspitze in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet

Marktoberdorf – Nach zwölf Jahren Amtszeit tritt Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer den verdienten Ruhestand an. In der letzten Stadtratssitzung unter seiner Leitung blickte Himmer auf die vergangenen zwei Amtsperioden als Bürgermeister der Stadt Marktoberdorf zurück und verabschiedete zeitgleich die scheidenden Stadträte aus ihrem Amt.

Stellvertretender Bürgermeister Walter Schilhansl würdigte in seiner Laudatio „Ehre, wem Ehre gebührt“ auf den scheidenden Bürgermeister Werner Himmer, das „jahrzehntelange Engagement“ des Rathauschefs für die Stadt. „Wir wussten uns durch dich stets gut vertreten“. Besonders hob Schilhansl den Einsatz Himmers – einem „Mann mit dem Herzen für Marktoberdorf“ – für die Stadt, der weit über das erforderliche Maß hinaus reichte, hervor: „Das alles ist nicht selbstverständlich“. So sei es nur angemessen, dass die Anerkennung für Himmers Engagement durch die Verleihung „der höchsten Auszeichnung, die unsere Stadt kennt“ – der goldenen Bürgermedaille der Stadt Marktoberdorf – zum Ausdruck gebracht wurde. In einem Rückblick „auf zwölf Jahre Stadtrat- und Bürgermeistertätigkeit“ ließ Himmer die wichtigsten Projekte seiner langjährigen Amtszeit noch einmal Revue passieren. 

In 106 Stadtratssitzungen und 465 Sprechstunden hatte er die Geschicke der Stadt in den vergangenen Jahren geleitet. In dieser Zeit seien nicht nur umfassende Baumaßnahmen wie der Bau zweier Kinderkrippen, der Mehrzweckhalle Geisenried, des Eissportplatzes und eines Hochbehälters für die Gemeinde Leuterschach entstanden sowie „insgesamt 24 größere Straßenbaumaßnahmen“ erfolgt, sondern auch eine ganze Reihe von Sanierungen öffentlicher Gebäude erfolgreich zum Abschluss gebracht worden. Vor allem „lag uns ein guter Zustand unserer sakraler Bauten in der Stadt und den Ortsteilen am Herzen“. Umfassende Sanierungsmaßnahmen trugen zum Erhalt der historischen Kirchengebäude bei. Ein „Novum“ für Marktoberdorf stellte hingegen der Bau einer Moschee im Stadtgebiet dar. Auch eine umfassende DSL-Versorgung und ein Fernwärmenetz seien in den vergangenen Jahren unter Federführung Himmers entstanden. So sei im Laufe der Amtszeit Himmers eine Gesamtinvestitionssumme in Höhe von rund 80 Millionen Euro in den Erhalt und die Entwicklung der Stadt geflossen. 

Werner Himmer verabschiedete in seiner letzten offiziellen Amtshandlung als Bürgermeister auch die aus dem Stadtrat scheidenden Räte mit Worten des Dankes für dieses Ehrenamt. Manfred Eigler und Klara Knestel, waren seit 1996 im Stadtrat vertreten. Gerhard Küster war im Jahr 2001 in den Stadtrat nachgerückt und hatte seitdem das Amt inne. Doris Rößle, Wolfgang Schmid und Markus Singer traten ihren Dienst im Stadtrat zeitgleich mit Himmers Wahl zum Stadtoberhaupt an. Ulrike Sigfrid, Thomas Hilscher und Dieter Luitz verstärkten den Rat für eine Amtsperiode. Darüber hinaus wurden Jutta Jandl, Walter Schilhansl und Axel Maaß verabschiedet. Sie erhielten für ihr Engagement die Ehrenmedaille der Stadt Marktoberdorf verliehen. Ein gesonderter Bericht hierzu folgt. von Sabrina Hartmann

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